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Zoo Zajac plant Welpenverkauf

PETA startet bundesweite Kampagne

Stand Februar 2011
Duisburg / Gerlingen, 15. Februar 2011 – Das nach eigenen Angaben größte Zoofachgeschäft der Welt, Zoo Zajac in Duisburg-Neumühl, plant den Handel mit Hundewelpen. Das ist in Deutschland zwar nicht verboten, aber die Zoohändler haben sich jahrzehntelang eine Art Selbstverpflichtung auferlegt, keine Welpen zu verkaufen. Dieses Übereinkommen will Zoo Zajac jetzt brechen und schockiert damit Tierfreunde in der ganzen Republik. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. startete gestern eine bundesweite Kampagne. Alle Tierfreunde werden um tatkräftige Unterstützung gebeten. Auf www.peta.de/zajac kann man an einer Petition teilnehmen, die schon tausende Tierschützer abgeschickt haben, Protest-Plakate downloaden und die Kampagne gegen den Hundewelpenhandel bei Zajac mit zahlreichen weiteren Aktionen unterstützen.

„Die Pläne von Zajac sind verantwortungslos und rückständig! Sie sind ein Schlag gegen die ohnehin permanent überfüllten Tierheime und eine Vermarktungsebene, die tierunwürdig ist. Aus gutem Grund hat man dem Verkauf von Hunden und Katzen im Zoohandel in den 70er Jahren einen Riegel vorgeschoben. Jetzt wollen geldgierige Geschäftsleute wieder Hunde hinter Schaufenstern verkaufen, um Kunden in die Zoohandlung zu locken“, sagt Kampagnenleiterin Magdalena Scherk von PETA. „Unüberlegt werden diese Tiere dann von Menschen gekauft, die sich sonst nie einen Hund kaufen würden. Sie erliegen dem putzigen Aussehen. Was wir brauchen, sind weniger Hunde in Tierheimen und nicht mehr! Deshalb sagen wir jeder Zoohandlung, die Hunde ins Verkaufssortiment nimmt, schon jetzt den Kampf an“, so Scherk weiter. Wer Hunde im Zooladen kauft, unterstützt Schnellkäufe. „Wenn Kinder einen süßen Hundewelpen im Zooladen sehen, werden viele Eltern dem Quängeln nachgeben und ein Tier ungeplant mit nach Hause nehmen.“ Wer einem Tier ein liebevolles Zuhause schenken möchte, sollte ein lokales Tierheim aufsuchen, so PETA. Circa 300.000 Tiere werden jährlich in deutschen Tierheimen abgegeben, viele warten schon seit Jahren auf eine Vermittlung. Eine Alternative im Sinne des Tierschutzes zu dem Verkauf von Hundewelpen sieht PETA darin, Tieren aus dem Tierheim eine Plattform zu bieten. So könnte sich Zoo Zajak z. B. mit dem örtlichen Tierheim zusammentun und Hunde, die ein Zuhause suchen, in seinem Zoohandel vorstellen.


Interviewkontakt: Magdalena Scherk, Tel. 07156 / 17828-44, MagdalenaS@peta.de
Zum Online-Protest gegen Zoo Zajak: www.peta.de/zajak