Wenn die putzigen Kätzchen dann zu Katzen heranwachsen und Platz für neue süße Babys verschwenden, werden sie schnell zum Problem. Doch die Kassen der Zoos klingeln ein zweites Mal. Dann, wenn dubiose Tierhändler die einstigen Publikumsmagnete übernehmen. Mit dem Verkauf an Tierhändler geben die Zoos auch die Verantwortung für ihren Nachwuchs ab. Letztendlich verschwinden die einstigen Lieblinge, die für die Lüge der vermeintlichen „Erhaltungszucht“ herhalten müssen, spurlos.
Jahr für Jahr ein neuer Skandal über deutsche zoologische Einrichtungen, deren Raubkatzennachwuchs irgendwo bei einer blutigen Jagdgesellschaft, beim Schlachter, auf dem Hinterhof eines Privathalters oder in einem Zirkusunternehmen landet.
Dennoch züchten zoologische Einrichtungen weiter auf Überschuss, die Artenschutzbehörden erteilen weiterhin Ausfuhrgenehmigungen und die Politik schaut tatenlos zu.
Kein Wunder, lässt sich doch auch mit einen süßen Tierbaby prima Wahlkampf machen.
Hier finden Sie einige Berichte über diverse Fälle, bei denen Raubkatzenbabys oft spurlos verschwanden:
2010: Safaripark Hodenhagen verkauft Löwen an eine südafrikanische Jagdfarm.
2009: Ein schwarzer Panther aus dem Tierpark Berlin läuft in Frankreich frei herum.
2008: Drei Löwen verschwinden aus dem „Eifel-Zoo“ bis heute spurlos.
2008: Die Odyssee von drei Jaguaren aus dem „Zoo Rostock“.
2007: Deutsche Zoounternehmen entsorgen ihren Raubkatzennachwuchs in China
2006: Ein schwedischer Journalist berichtet über den „Tierpark Nadermann“ und „Safaripark Stukenbrock“.
1993 / 1994: Raubkatzen- und Bärenbabys aus deutschen Zoos landen in Belgien auf der Schlachtbank