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 »  »  »  »  » Unfälle in Zoos: Oft auch die Folge von Respektlosigkeit und Fehlbildung

Unfälle in Zoos

Viele Tierkäfige in Zoos und dessen Sicherheitseinrichtungen sind total veraltet. Der meist andauernde finanzielle Sparzwang vieler Zoos verlangt auch von Tierpflegerinnen und Tierpflegern oft eine Höchstleistung an Arbeit. Überstunden, die Betreuung, mehrere Reviere gleichzeitig oder viel zu wenig Zeit für ein Gehege bedeutet Stress pur und führt schnell zur Unvorsichtigkeit gegenüber den Insassen. Tierangriffe auf Tierpfleger sind an der Tagesordnung und sie enden oft mit erheblichen Verletzungen oder sogar dem Tod.

 

Besucher des Zoo Wuppertals beim Versuch einem Tier Nahrung zu geben. Klicken Sie auf das Bild für eine Vergrößerung.

Fehlbildung durch Zoos

In vielen Zoo-TV-Serien sieht man aber auch unvernünftige Tierpfleger, die ihre Insassen bewusst viel zu nahe kommen, sie immer wieder streicheln und anfassen, sich abküssen lassen oder besonders gefährliche Tiere im Käfig mit der Hand füttern müssen. Selbst ein Zoodirektor, hier Dr. Blaszkiewitz (Zoo und Tierpark Berlin), zeigt nicht selten ein absolutes Fehlverhalten. Bei einer öffentlichen „Fütterung“ biss ihm ein Schimpanse den Finger ab. Vorbildfunktion ad absurdum.
Genau dieses absolut falsch verstandene Verhältnis und der vermenschlichende Umgang mit dem Tier führen oft zu fatalen Tierangriffen, Unfällen und Tötungen.
Dass das vermeintlich domestizierte „Streicheltier“ sich dann doch als noch ein „wildes“ Tier zeigt, wird erst dann erkannt, wenn es oft viel zu spät ist.
Auf der Strecke bleiben dann nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere, die man sehr oft zur Rettung der Menschen töten oder erheblich verletzen muss.

 

Kinder belästigen die Pinguine in der Wilhelma Stuttgart. Klicken Sie auf das Bild für eine Vergrösserung.

Zoos vermitteln Respektlosigkeit

Aber auch der Zoobesucher, völlig falsch informiert und durch so genannte „Schaufütterungen“ oder mehr als fehlgeprägt durch die beschönigende und inhaltsleere Bildungsfunktion der Institution Zoo, welche Tiere u.a. in Schau- und Streicheltiere einteilt, zeigt oft ein Fehlverhalten, dass immer öfters im Desaster endet.

Kein Wunder, dass Besucher immer wieder zu nah an die Gehege treten, um den Tieren Nahrung zu reichen, wenn selbst Zoodirektoren ein solches Fehlverhalten öffentlich vorführen.
Auch wenn durch solch ein Fehlverhalten dem Besucher nichts passiert, sterben viele Tiere später an den Folgen der für sie giftigen Nahrung.

Zoos vermitteln Respektlosigkeit. Daher sind viele Unfälle oft auch auf die Fehlbildung der Zoos und das falsch verstandene und vermittelte Verhältnis zu Tieren zurückzuführen. Nur ein Bruchteil ist auf reine Unachtsamkeit zurückzuführen.

Nachfolgende Liste von Unfällen in Zoos oder zooähnlichen Einrichtungen soll daher ein Spiegel für das fatale und arrogante Missverhältnis des Menschen gegenüber dem Tier im Zoo sein. Sie soll aber auch eine Mahnung dafür sein, dass sich Tiere auch gegen den ungerechten menschlichen Umgang zur Wehr setzen. Jedes Opfer, ob Mensch oder Tier, ist ein Opfer zu viel.