6 Regeln von Marie Kondo, um Ihren Kühlschrank aufzuräumen

Instagram / Marie Kondo
An Marie Kondo kommt momentan keiner vorbei: Die weltberühmte Aufräumexpertin hat bereits drei Bücher zum Thema Aufräumen geschrieben, die in 27 Sprachen übersetzt und weltweit sieben Millionen Mal verkauft worden sind. In der Netflix-Serie „Aufräumen mit Marie Kondo“ befreit sie Familien von ihren Altlasten und verhilft ihnen zu neuer Lebensfreude. Ihr Nachname ist mittlerweile sogar Teil des englischen Sprachschatzes: So bedeutet „to kondo“ umgangssprachlich „den Schrank aufräumen“.
Auf ihrer Webseite verrät sie die sechs Grundregeln für das Aufräumen, die sich selbstredend auch auf angesammelte Lebensmittel anwenden lassen. Doch kann es sein, dass nach diesen Regeln nicht nur alle verdorbenen Nahrungsmittel in den Müll wandern, sondern auch alle Tierfreunde vegan werden müssten? Machen Sie den Test und misten Sie gemeinsam mit uns Ihren Kühlschrank aus!
 

Regel 1: Verpflichten Sie sich dazu, aufzuräumen.


Für Marie Kondo ist Aufräumen keine lästige Pflicht, der man nur dann nachgeht, wenn sich Besuch angekündigt hat oder man vor lauter herumliegendem Plunder den Fußboden nicht mehr sieht. Die zierliche Japanerin betrachtet Aufräumen als etwas Spirituelles – ein freudiges Event für die ganze Familie. Denn wer in seiner Umgebung aufräumt, räumt auch in seinem Herzen auf. Vor ihren Aufräumaktionen setzt sie sich für gewöhnlich in den Fersensitz und begrüßt ihre Umgebung mit einer Art Meditation. Ob Sie so weit gehen wollen, ist selbstverständlich Ihnen überlassen. Machen Sie sich aber in jedem Fall bereit für eine physische wie auch mentale Auseinandersetzung mit den Lebensmitteln, die in Ihrem Kühlschrank auf Sie warten. Seien Sie bereit für einige grundlegende Änderungen, die Ihr Leben nachhaltig verbessern werden.

 

Regel 2: Stellen Sie sich Ihren idealen Lebensstil vor.


Natürlich können wir schlecht einschätzen, wie Sie sich Ihr perfektes Leben vorstellen. Möglicherweise würden Sie sich ein entspannteres, gesünderes oder umweltfreundlicheres Leben wünschen. Vielleicht träumen Sie aber auch von einem ausschweifenden Leben voller Partys, Fast Food und Alkohol. Was uns alle eint, ist unser Herz für die Tiere. Sie würden uns sicherlich zustimmen, wenn wir sagen: In einer idealen Welt sollte keinem Tier unnötiges Leid widerfahren. So sollte Ihr Lebensstil bestenfalls auch kein Tierleid verursachen. Für jedes Stück Fleisch allerdings wird ein Tier völlig unnötig aus dem Leben gerissen. Jeden Schluck Kuhmilch, den Sie trinken, trinken Sie einem Kalb weg, das dafür getötet wird. Die Liste ließe sich wohl noch endlos weiterführen, doch Fakt ist: Ihr idealer Lebensstil würde kein Quälen und Töten von Tieren beinhalten und sollte somit ohne tierische Produkte auskommen. Vielleicht macht Ihnen das Angst und Sie suchen verzweifelt nach Gründen, die gegen eine rein pflanzliche Lebensweise sprechen, doch wenn Sie es einfach einmal ausprobieren (und sei es nur für einen Monat) werden Sie merken, wie gut es sich anfühlt, nicht mehr für das Elend anderer verantwortlich zu sein.


 

Regel 3: Entsorgen Sie zuerst.


Jetzt wird es ernst, also Ärmel hochkrempeln und los geht’s: Marie Kondo empfiehlt, sämtliche Dinge zuerst auf einen Haufen zu legen, um zu realisieren, was man eigentlich alles hat. Sie werden schockiert sein, was sich im Laufe der Zeit alles in Ihrem Kühlschrank angesammelt hat! Da wir uns ein glückliches Leben ohne Tierquälerei wünschen, schmeißen wir alle Lebensmittel mit tierischen Inhaltsstoffen, wie Fleisch, Fisch, Eier, Milch oder Honig, in einen großen Müllbeutel. Weg mit diesen Tierqualprodukten! Sie haben nichts mehr in unserem Leben verloren! Sie werden sehen, wie befreiend das sein kann und fragen sich sicherlich, warum Sie das nicht schon viel früher gemacht haben. Sollten Sie die Produkte nicht wegschmeißen wollen, so packen Sie sie in eine Kiste und verschenken oder spenden Sie diese. Das mentale Loslassen ist ebenso wichtig wie die physische Trennung. Das Putzen des leeren Kühlschrankes markiert Ihren Neustart.


 

Regel 4: Ordnen Sie nach Kategorie, nicht nach Ort.


Marie Kondo empfiehlt, nicht Orte, sondern Kategorien auszumisten. Da wir uns aktuell ohnehin nur um die Kategorie „gekühlte Lebensmittel“ kümmern, können wir diese Regel als abgehakt betrachten. Anschließend könnten Sie die Kategorie „nicht gekühlte Lebensmittel“ angehen und in gleicher Weise verfahren. Womöglich ist danach die Kategorie „Kosmetik- und Pflegeprodukte“ dran? Seien Sie geduldig mit sich selbst und gehen Sie jede Kategorie Schritt für Schritt an.


 

Regel 5: Folgen Sie der richtigen Reihenfolge.


Nach Marie Kondo mistet man erst Klamotten aus, dann Bücher und so weiter, bis man schließlich bei den Erinnerungsstücken ist. Das hat den Hintergrund, dass man mit der Kategorie anfangen sollte, die einem am leichtesten fällt. Man braucht schließlich etwas Übung, um die schwierigeren Kategorien meistern zu können. Fragen Sie sich selbst, welche Kategorien Sie nach der Kühlschrank-Ausmistaktion angehen werden und schreiben Sie sich gerne eine ganz persönliche Aufräum-Reihenfolge auf, um in Ihr neues tierfreundliches Leben starten zu können.


 

Regel 6: Fragen Sie sich, ob es Freude bringt.


Wenn Sie alle Lebensmittel auf einen Haufen gelegt haben, um tierfreundliche von tierquälerischen Produkten trennen zu können, so nehmen Sie nacheinander jedes dieser Produkte in die Hände und fragen sich, ob es Freude bringt. Für das fast federlose Huhn war es mit Sicherheit keine Freude, im eigenen Kot zu stehen, um sich ein Ei aus der entzündeten Kloake zu pressen. Für das Schwein war es sicherlich auch keine Freude, in einer Gasgrube um sein Leben zu schreien, bis ihm die Kehle aufgeschlitzt wurde. Aber auch für Sie bringt es keine Freude, Lebensmittel zu konsumieren, die Krebs, Herzinfarkte oder Gicht verursachen können. Marie Kondo würde Sie fragen, was Sie mit in die Zukunft nehmen wollen und wir würden Ihnen Gesundheit, Lebensfreude und ein rundum gutes Gewissen empfehlen.


 

Kühlschrank wieder auffüllen – aber richtig!


Sollte nun gähnende Leere in Ihrem Kühlschrank herrschen, so füllen Sie ihn mit Glücklich-Machern wie Bananen, Aprikosen oder veganer Schokolade. Auf PETA.de/VeganeFragen finden Sie eine Übersicht, welche Lebensmittel Sie mit den richtigen Nährstoffen versorgen. Eine vegane Ernährungspyramide finden Sie hier: PETA.de/Vegane-Ernaehrungspyramide. Marie Kondo würde empfehlen, jedem Lebensmittel ein festes Zuhause im Kühlschrank zu geben, damit Sie es immer gleich finden.


 

Für gelegentliche Fleischesgelüste


Falls gelegentliche Fleischesgelüste aufkommen sollten, können Sie diese so stillen: PETA.de/Fleisch-Alternativen. Weitere Gründe gegen Fleisch und andere Produkte tierischen Ursprungs erfahren Sie in diesem Video.

Unsere Autoren

Isabella Binder

Als Grafikerin und Content Producer kämpft Bella für die Rechte ALLER Tiere.