7 Gründe, warum Sie Ihren Urlaub NICHT bei TUI buchen sollten

Update 9.4.2019

TUI hat inzwischen die Bewerbung des Loro Parques auf seiner Seite umformuliert. Zuvor schrieb TUI (s. Punkt 1), dass „Killerwale“ „im Becken plantschen“. Nach heftiger Kritik heißt es nun: „Hauptattraktion des Loro Parques sind die Vorführungen, in denen Delfine, Seelöwen und Papageien Ihre unterhaltsamen Kunststücke vorführen.“

Das ist keineswegs besser, aber dafür ein Zugeständnis von TUI, dass die Orca-Shows Tierquälerei sind.
Die Konsequenz müsste lauten: TUI stoppt den Ticketverkauf in Orca-Zoos!


Originalartikel:

Die TUI AG profitiert weiterhin vom Leid eingesperrter Schwertwale. In Orca-Parks wie SeaWorld und Loro Parque müssen die hochsozialen und intelligenten Meeressäuger in engen, kahlen Betonbecken schwimmen und werden dressiert, zu Popmusik Kunststücke aufzuführen. Obwohl wir TUI schriftlich und im direkten Gespräch mehrfach über das Leid von Orcas in Gefangenschaft informiert haben, verkauft das Unternehmen weiterhin Reisen zu Partnerhotels von SeaWorld und Marineland sowie Pauschalreisen und Eintrittskarten zum Loro Parque.

Bitte buchen Sie aus den folgenden Gründen NICHT bei TUI:

1. Eine Schande: TUI bewirbt Orca-Shows mit der Aussage: Orcas „plantschen“ im Becken

Auf seiner Website preist TUI Orca-Shows an, in denen intelligente, soziale Meeressäugetiere zu Zirkusclowns degradiert werden und zu Popmusik Kunststücke aufführen müssen. Im Wortlaut ist auf der TUI-Seite zu lesen: „Ganz besonderes Highlight ist Orca Ocean – in dieser Show ziehen vier Killerwale das Publikum in ihren Bann, wenn sie ihre Tricks präsentieren und im Becken plantschen.“ Damit zeichnet sich das Reiseunternehmen von seinen Mitbewerbern durch folgende Alleinstellungsmerkmale ab: Es ist rückständig, unwissenschaftlich und geldgierig.

2. TUI weiß, dass Orcas in Gefangenschaft leiden – aber das lässt TUI kalt

Wir haben TUI die wissenschaftlichen Fakten präsentiert: Schwertwale in Unterhaltungsparks werden psychisch und körperlich krank. Sie erhalten Psychopharmaka und Medikamente, und sterben trotzdem Jahrzehnte früher als ihre Artgenossen im Ozean. Mütter und Kinder werden sehr oft getrennt. Mittels Inzucht soll Nachwuchs erzeugt werden, um Besucher anzulocken. Und TUI verdient an all dem.

3. TUI lügt

Das Unternehmen behauptete schon 2014 gegenüber den Medien, keine Shows mit Delfinen und Orcas mehr zu bewerben. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall (siehe Punkt 1). Daher ist berechtigtes Misstrauen angebracht: Lügt TUI vielleicht auch in anderen Bereichen?

4. Der Heiligenschein bröckelt

Die TUI Care Foundation rühmt sich mit zahlreichen sozialen Projekten und Umweltschutz. Doch wer kauft einem Unternehmen den Heiligenschein ab, das die Gefangenhaltung von Orcas in engen, kahlen Betonbecken unterstützt, indem es Reisen zu Partnerhotels von SeaWorld und Marineland sowie Eintrittskarten zum Loro Parque verkauft? Niemand!

5. Weil Thomas Cook das bessere Unternehmen ist

Thomas Cook hat 2018 bekannt gegeben, keine Reisen und Tickets mehr zu SeaWorld und anderen Orca-Zoos zu verkaufen. PETA UK hatte Thomas Cook verdeutlicht, wie die Orcas leiden; nach einer etwa einjährigen Kampagne gab das Unternehmen bekannt, keine Reisen mehr zu Orca-Zoos anzubieten.

6. Weil TUI Meinungsumfragen nicht ernst nimmt

Wie eine von PETA beauftragte Meinungsumfrage des Forsa-Instituts im Januar 2019 zeigte, sind 72 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass Reiseveranstalter keine Reisen zu Vergnügungsparks anbieten sollten, in denen auch Schwertwale gehalten werden. Eine große Mehrheit von 82 Prozent ist der Ansicht, dass die Haltung von Orcas in Vergnügungsparks ganz verboten werden sollte. Wir haben TUI das Ergebnis weitergeleitet, doch es kam nicht einmal eine Antwort.

7. TUI hat schlechte Manieren

Von TUI gab es kein Dankeschön für Geschenke, zum Beispiel für unsere selbst gebackenen Muffins zum Valentinstag. Und auch auf Briefe von Prominenten antwortet das Unternehmen nicht. Auch uns gegenüber stellt sich der Reiseveranstalter taub.

Was Sie tun können

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Unsere Autoren

Tanja Breining

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.