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Tiere sind kein Frachtgut

 
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Kein Ausruhen, keine Hilfe, kein Entkommen: Lebendtransporte als Höllentrip.

Stand November 2017
Jede Woche werden weltweit über eine Milliarde lebender Tiere über lange Strecken hinweg transportiert. Die Tiere werden behandelt, als seien sie nichts weiter als Frachtgut: Sie leider unter sengender Hitze oder klirrender Kälte, haben oft weder Nahrung noch Wasser und werden häufig nicht tierärztlich versorgt. Die grauenvolle Reise endet im Normalfall am Schlachthof, wo ihnen ein gewaltsamer Tod bevorsteht. Andere Tiere landen in Zoohandlungen oder Laborkäfigen.

Am besten können wir den Tieren helfen, indem wir weder Tiere noch tierische Produkte kaufen. Doch wir können noch mehr tun, um das Leid zu mindern – wir können uns für verbesserte Transportbedingungen einsetzen. Hier sind 10 Ideen dafür:

1. Schreiben Sie einen Leserbrief an Ihre Lokalzeitung


Informieren Sie die Menschen darüber, dass Hühner beim Ausstallen an den Beinen hochgezogen und in Kisten geschleudert werden. Dabei brechen häufig ihre zarten Knochen. Oder darüber, dass für Hühner die Tierschutztransportverordnung nicht gilt, da sie (ebenso wie Kaninchen) statt maximal acht bis zu zwölf Stunden transportiert werden. Und dass eine sogenannte Todesrate bei Tiertransporten eine einkalkulierte Größe ist, die gerade beim empfindlichen Federvieh schnell einige Prozent betragen kann.

 

2. Treffen Sie sich mit Ihren politischen Vertretern


Sprechen Sie mit ihnen darüber, dass jeder Transport Stress und Angst für das Tier bedeutet und theoretisch endlos dauern kann. Denn wenn Schweine nach 24 Stunden und Rinder nach 29 Stunden eine 24-stündige Ruhepause außerhalb des Transporters bekommen, können die Tiere oft tagelang durch Europa oder über die Grenzen hinaus transportiert werden – Hauptsache, das Fahrzeug ist dafür zugelassen. Sagen Sie Ihren politischen Vertretern auch, dass nicht selten eingeklemmte Körperteile, Beinbrüche, Quetschungen und andere schlimme Verletzungen bis hin zum Tod vorkommen. Weisen Sie auf Artikel 3 der Verordnung (EG) 1/2005 hin, der schon bei der Möglichkeit einer Verletzung oder unnötigem Leidens einen Tiertransport unzulässig macht. Demnach sollte es auf europäischen Straßen theoretisch seit Jahren keine Lebendtiertransporte mehr geben. Doch in der Praxis leiden täglich Tausende Tiere auf Transportern und Schiffen!

 

3. Überzeugen Sie Restaurants davon, Hummer von der Karte zu streichen


Jedes Jahr werden mehr als 1 Million Krebstiere per Flugzeug nach Deutschland importiert. Zwei Drittel von ihnen sind noch am Leben und werden ohne Wasser in engen Transportkisten übereinander gestapelt. Sie bekommen nach ihrem Fang nichts mehr zu essen und müssen bis zu ihrem Tod teils wochenlang hungern. Internationale Studien zeigen, dass Hummer, Krabben, Garnelen, Einsiedlerkrebse und Flusskrebse Schmerzen und Angst empfinden. Hummer haben beispielsweise blaues Blut, werden bis zu 100 Jahre alt, kauen mit dem Magen und sind Links- oder Rechtshänder. Setzen Sie sich dafür ein, dass der Hummer und seine Verwandten aus dem Angebot von Gastronomie und Lebensmittelhandel gestrichen werden.

 

4. Machen Sie sich für Pferde stark, die international befördert und ihres Fleisches wegen getötet werden

© Animals Angels

Jedes Jahr werden über 100.000 Pferde in den USA auf Lastwagen verfrachtet und zu Schlachthöfen in Kanada und Mexiko transportiert – oft ohne Nahrung und Wasser. In Polen steht zur Diskussion, ob Pferde nach Japan transportiert werden sollen, um dort getötet zu werden. Setzen Sie sich dafür ein, dass dies nicht geschieht.

 

5. Fordern Sie die kanadische Regierung auf, die Transportvorschriften für alle Tiere zu verbessern


Das kanadische Recht bezüglich Tiertransporten ist berüchtigt für seine laxen Vorschriften. So dürfen einige Tierarten z.B. bis zu 52 Stunden lang ohne Wasser, Nahrung oder Ruhephasen transportiert werden. Setzen Sie Ihren Namen auf die Petition (in englischer Sprache) für bessere kanadische Regulierungen im Umgang mit sogenannten Nutztieren und deren Transport – die Petition läuft nur noch bis zum 21. September!

 

6. Appellieren Sie an Australien, die grausamen Lebendexporte von Schafen einzustellen


Australien verschifft jährlich über 2 Millionen lebende Schafe in den Nahen Osten. Die grausame Reise führt über den indischen Ozean und nimmt teils Wochen unter glühender Hitze in Anspruch. In den vergangenen 30 Jahren wurden über 200 Millionen Tiere auf dreckige Frachter gepfercht – davon wurden mehr als 2,5 Millionen zu Tode getrampelt, verhungerten oder starben an Dehydrierung und Krankheiten.

 

7. Teilen Sie den Verantwortlichen von Air France mit, dass Sie nicht mit ihrer Fluglinie fliegen werden, solange diese weiterhin lebende Affen transportiert

© USDA

Die Fluglinie befördert noch immer Affen zu Laboren, wo sie in Experimenten gequält werden – und das, obwohl bereits jede andere große Fluglinie weltweit einen solchen Transport verweigert. Die Affen werden auf heruntergekommenen Massenfarmen in Gefangenschaft gezüchtet oder ihrer Heimat und ihrer Familie in freier Wildbahn entrissen. Dann steckt man sie in enge Holzkisten und verlädt sie im Frachtraum von Frachtflugzeugen oder Passagiermaschinen.

 

8. Geben Sie Reptilien Ihre Stimme


Deutsche Händler importieren jedes Jahr Hunderttausende „Exoten“ aus Ländern wie Vietnam, Tansania oder den USA – ein millionenschweres, unbarmherziges Geschäft, bei dem Sterberaten mit bis zu 70 Prozent bereits einkalkuliert sind. PETA-Ermittlern aus Deutschland, Asien und den USA gelang es im Rahmen einer mehrmonatigen international übergreifenden Recherche erstmals, die erschütternden Bedingungen bei einigen der weltweit größten Züchter und Händler zu dokumentieren und die komplexen Handelsbeziehungen zu durchleuchten. Das Ergebnis sind schockierende Aufnahmen von massenhaft toten, verletzten und leidenden Tieren. Kaufen Sie nicht in Baumärkten, Gartencentern oder Tierhandlungen ein, die Reptilien führen.

 

9. Weigern Sie sich, Zirkusse zu besuchen, die mit Tieren arbeiten


Tiere müssen im Zirkus den Großteil ihres Lebens in engen, kahlen Käfigen und Anhängern verbringen. Elefanten werden Fußfesseln angelegt, mit denen sie kaum mehr als einen Schritt gehen können. Die meisten Tiere dürfen ihren Käfig nur für den kurzen Zeitraum des Auftritts verlassen. Helfen Sie uns, das Leid dieser Tiere zu beenden: Besuchen Sie nur Zirkusse, die nicht mit Tieren arbeiten, wie etwa den Cirque du Soleil.

 

10. Gehen Sie nicht in den Zoo


Häufig werden Tiere von einem Zoo zum nächsten geschickt. Das bedeutet für sie puren Stress und macht ihnen teilweise so große Angst, dass sie sogar zu Tode kommen. Besonders riskant ist der Transport von Giraffen und Zebras, weil diese Tiere von Natur aus sehr scheu sind und in beängstigenden Situationen zu fliehen versuchen. Giraffen haben einen sehr empfindsamen Körper und verletzen sich bei Transporten häufig, beispielsweise weil sie panisch gegen die Wand des Transportkäfigs rennen. Das kann für die Tiere tödlich enden und passiert so oft, dass der führende Giraffen-Transporteur für Zoos in den USA in seinen Transportgebühren bereits mögliche von Behördenseite verhängte Geldstrafen für Unfälle miteinbezieht.
 

Was Sie tun können

Informieren Sie Freunde, Familienmitglieder und Kollegen über den globalen Aktionstag gegen Tiertransporte, zum Beispiel über die sozialen Medien. So können wir gemeinsam gegen die Enge, die Erschöpfung, die Dehydrierung, den Schmerz und den Stress auf Tiertransporten kämpfen.
Die leidenden Tiere sind auf mitfühlende Menschen wie Sie angewiesen, die sich für sie einsetzen. Ihre Stimme kann viel bewirken. Lassen Sie uns gemeinsam etwas für die Tiere erreichen, indem wir uns gegen alle grausamen Tiertransporte stark machen!

Unterstützen Sie PETAs Arbeit für die Tiere mit einer dringend benötigten Spende.