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Hubertus Regout rät: „Adoptieren statt Kaufen!“

 
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Stand November 2013
Schauspieler Hubertus Regout, zuletzt zu sehen in der Telenovela „Verbotene Liebe“ und natürlich in unserer stylishen Vegan-Anzeige, spricht mit uns über seinen Erfahrung, Hunde aus dem Tierschutz bei sich aufgenommen zu haben.

Mit seinem Interview räumt er mit den gängigen Vorurteilen auf, dass Tiere aus dem Tierschutz einen „Knacks“ haben und Zuchthunde die „bessere Wahl“ seien. Hubertus selbst hat zwei Hunde aus Ibiza gerettet und möchte mit seinem Wissen über den Tierschutz möglichst viele Menschen dazu bewegen, sich ebenfalls für die Tiere zu engagieren.

 

 

Hubertus Regout & Irma. Bild mit freundlicher Genehmigung von Mirko Joerg Kellner
Hubertus, du selbst hast 2 Hunde aus Ibiza gerettet. Was hat dich dazu bewogen?
Seit ich denken kann, bin ich ein großer Tierfreund und finde das Zusammenleben mit Hunden äußerst bereichernd und liebenswert.
Als mein letzter Hund, der einem Freund auf Ibiza zugelaufen war, starb, war klar, dass ich wieder ein Tier von der Insel adoptieren würde.
So lag es nahe, dort ein Tierheim aufzusuchen und erst einen, später einen zweiten Hund aufzunehmen!

Wie wurdest du auf das Leid der Tiere auf Ibiza aufmerksam?
Mir ist seit langem bekannt, dass Hunde im Mittelmeerraum großes Leid erfahren. Nachdem ich seit vielen Jahren regelmäßig Ibiza besuche und einen innigen Bezug zu dieser Insel habe, lag es mir besonders am Herzen, das dortige Tierheim DUO, ganz großartig und sehr liebevoll engagiert geführt von Christiane Michel, zu unterstützen und zwei Hunde aus deren Obhut zu mir zu nehmen.

Wie heißen deine Hunde und was macht sie so besonders für dich?
Meine Hunde heißen Irma (5) und India (2) und sind zwei ganz bemerkenswerte Persönlichkeiten. Bei beiden war es Liebe auf den ersten Blick, ich habe zu beiden eine ganz innige Beziehung. Sie sind ein sehr wichtiger Teil meines Lebens und ich pflege eine sehr rege und abwechslungsreiche Kommunikation mit ihnen. Als sie aus dem Heim zu mir kamen, waren sie sehr verschüchtert, India hatte absolut kein Vertrauen zu Menschen, sie muss unfassbar gelitten haben. Mit viel Liebe wurden sowohl Irma als auch India sehr selbstbewusste amüsante junge Damen!

Kannst du es verstehen, wenn sich Menschen einen Hund nur seiner Rassemerkmale wegen und aufgrund seines Stammbaumes aussuchen?
Diese Frage ist mir vollkommen unverständlich – ich suche mir ja meine menschlichen Freunde auch nicht nach ihrer Rasse oder ihrem Stammbaum aus – ja, Tiere sind für mich mit Menschen gleichzusetzen. Ein Hund ist ein kluger und liebenswerter Lebensgefährte und definitiv kein Statussymbol, welches gezielt mit bestimmten Rassemerkmalen zur Schau gestellt wird!

 

 

Hubertus Regout & India. Photo: Frank Weyrauther, phrank.net
Hast du es jemals bereut, einen Hund aus dem Tierschutz bei dir zu Hause aufgenommen zu haben? Es kursiert ja leider noch immer das Gerücht, dass Hunde aus dem Tierschutz (Tierheime, Tierauffangstationen aus dem Ausland) einen „Knacks“ haben und dass Hunde aus der Zucht die bessere Wahl seien?
Niemals habe ich es bereut, Hunde aus dem Tierschutz aufgenommen zu haben, das Gegenteil ist der Fall – es käme für mich keinesfalls in Frage, einen Züchter aufzusuchen. Hunde aus dem Tierschutz, insbesondere Mischlinge, sind großartige Persönlichkeiten mit ganz famosem Charakter, den sog. 'Knacks' bekommen sie doch nur durch falsche Behandlung und Erziehung! Natürlich sind manche Tiere traumatisiert, ich musste das bei India feststellen – aber gerade das war es, weshalb sie sofort mein Herz erreichte. Und die sehr liebevolle Fürsorge, die ich ihr angedeihen ließ, dankt sie mir mit innigster Zuneigung und machte aus ihr, wie schon erwähnt, eine sehr selbstbewusste kleine Erscheinung! Abschließend dazu ist noch zu sagen, dass diese Hunde ganz genau wissen, dass man sie 'gerettet' hat...

Was würdest du unseren Lesern raten, sollten sie sich für heimatlose Tiere einsetzen wollen?
Ich würde sie bitten, das nächstgelegene Tierheim aufzusuchen und sich mit den Tieren und deren Geschichte auseinanderzusetzen. Sofern es ihnen möglich ist, sollten sie ein oder mehrere Tiere zu sich nehmen oder, wenn dies nicht der Fall ist, die Heime finanziell unterstützen.
Es gibt auch die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren und in den Heimen tatkräftig mitzuarbeiten. Alle Tierheime suchen händeringend Unterstützung und können immer jede Art von Hilfe gebrauchen!

Danke für dieses offene Interview, Hubertus!