Jahresrückblick 2017

PETAs aufsehenerregende Kampagnen waren im Jahr 2017 erfolgreich wie nie zuvor.
Eine Augenzeugenermittlung zeigte, dass es weder „human“ produziertes Fleisch noch „human“ produzierte Eier oder Milch gibt. Wir überzeugten ein führendes Möbelunternehmen davon, vegane Polstermöbel auf den Markt zu bringen, finanzierten die Entwicklung tierfreier Chemikalientestmethoden und brachten die Verantwortlichen dazu, die letzte Schimpansenshow Deutschlands einzustellen. Dies sind jedoch nur einige der vielen bedeutsamen Siege, die wir für die Tiere erzielen konnten.

Macht der Medien

PETA nutzt die Macht der sozialen Medien, um die Menschen dazu zu motivieren, sich für Tiere einzusetzen. Allein in diesem Jahr wurden unsere Beiträge auf Facebook bis zu 30 Millionen Mal im Monat und unsere Videos über 5 Millionen Mal pro Monat angesehen; mehr als 435.000 Abonnenten erhielten regelmäßig Aktionsaufrufe per E-Mail von uns und konnten sich so ganz einfach für die Tiere starkmachen. Durch unsere Onlinekampagnen wurden Unternehmen und Einzelpersonen in über 800.000 Protestaufrufen aufgefordert, etwas zu verändern, um den Tieren zu helfen.
 
Unsere Kampagnen wurden von nahezu allen großen Medien aufgegriffen, z. B. von der Süddeutschen Zeitung, dem Spiegel und der ARD, RTL und Sat1. Dadurch konnten wir so viele Menschen wie nur möglich mit unserer Botschaft erreichen.
 

Danke

Ein besonderes Dankeschön gilt den Mitgliedern unserer Vanguard Society und des Augustus Club, die ebenfalls entscheidend zu den Erfolgen für die Tiere beigetragen haben.



Bahnbrechende Erfolge für die Tiere

PETA veröffentlichte schockierende Videoaufnahmen und andere Dokumentationen von Augenzeugen und entlarvte damit den Mythos der „tierfreundlichen Landwirtschaft“. Die Aufnahmen zeigen das Leid von:
 

  • Schweinen in Betrieben, die der „Initiative Tierwohl“ angehören. Viele Tiere litten unter Augeninfektionen und blutigen Wunden, konnten kaum laufen und standen eng zusammengepfercht auf Betonböden. Dies zeigt, wie verbrauchertäuschend die Initiative Tierwohl ist und dass sich das Leid sogenannter Nutztiere nur durch eine vegane Lebensweise verhindern lässt.

  • Hennen in dunklen, engen Käfigen in führenden deutschen Eierbetrieben. Ihnen fielen die Federn aus, sie hatten Organentzündungen, Fußverletzungen und waren von Parasiten befallen. Das beweist, dass der Umstieg der Betriebe von konventionellen Käfigen auf die „Kleingruppenhaltung“ das Leid der Hennen nicht mindert.

  • Ziegen in einem Biobetrieb im Nordwesten Deutschlands. Sie wurden geschlagen und anderweitig misshandelt; kranke und verletzte Tiere wurden nicht medizinisch versorgt. Ein Beweis dafür, dass die Kennzeichnung „Bio“ Tiere nicht vor Leid schützt.



Förderung tierfreier Testmethoden

PETA Deutschland ist Mitglied im PETA International Science Consortium Ltd., einem Team von Wissenschaftlern auf drei Kontinenten. Sie verändern aktiv die Welt der behördlich vorgeschriebenen Tierversuche. Das Konsortium finanzierte die Entwicklung einer tierfreien Methode, die den Einsatz von Pferden bei der Herstellung von Diphterieimpfstoffen ersetzen könnte. Außerdem war das Konsortium Mitveranstalter einer Webinar-Serie zu tierfreien Toxizitätstests für Regulierungsbehörden, spendete tierfreies Testequipment im Wert von 400.000 Dollar an Laboratorien in drei Ländern und setzte sich dafür ein, dass künftig keine Tiere mehr im Programm der Europäischen Union REACH (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) – dem größten Tierversuchsprogramm der Welt – eingesetzt werden.



Unser Einsatz gegen Pelz

PETA konnte den Designer Steffen Schraut und die Einzelhandelsunternehmen handstich, Iphoria und S.Marlon davon überzeugen, keinen Pelz zu verkaufen. Wir trugen dazu bei, dass ein Gesetz verabschiedet wurde, nach dem die letzten deutschen Pelzfarmen geschlossen werden, und wir halfen dabei, Pelzfarmen in Tschechien und Bosnien verbieten zu lassen. Diese Erfolge werden tausende Tiere davor bewahren, in Fallen gefangen, per Elektroschock getötet, erschlagen oder lebendig gehäutet zu werden

Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten

Auch für die in der Unterhaltungsbranche missbrauchten Tiere konnte PETA viel erreichen:

  • Wir halfen dabei, den Besitzer des Schwabenparks zu überzeugen, seine Schimpansenshow einzustellen. Die Show war die letzte ihrer Art in Deutschland und fand bereits seit Jahrzehnten statt. Der Parkinhaber möchte nun einige der Schimpansen abgeben, und wir haben ihm unsere Unterstützung angeboten. Er versprach außerdem, alle anderen Tiershows ebenfalls zu beenden. Damit wurden viele Tiere davor bewahrt, weiterhin zirkusähnliche Tricks „vorführen“ zu müssen.
  • In Sinsheim konnte der Bau des Zoos „Shark-City“ gestoppt werden.
  • Wir trugen dazu bei, die Behörden in Stuttgart, Saarbrücken, Emden und Meerbusch – und in Lettland – von einem Verbot von Zirkussen mit Wildtieren zu überzeugen.
  • Wir veröffentlichten Aufnahmen aus dem Zoo Hannover, die zeigen, wie Tierpfleger wiederholt mit der Peitsche auf verängstigte Elefantenbabys einschlagen und ihnen den Elefantenhaken ins Fleisch rammen.
  • Wir trugen dazu bei, einen Gerichtsbeschluss für den Schimpansen Robby zu erwirken; er ist der letzte Menschenaffe in einem deutschen Zirkus und soll an einen Lebenshof übergeben werden.

Strafanzeigen gegen Qualzuchten



Auf Grundlage der deutschen Gesetzgebung zu „Qualzuchten“ erstattete PETA Strafanzeige gegen mehrere Züchter von Tieren, die aufgrund ihrer körperlichen Merkmale leiden – darunter z. B. Schweine, die auf ein so schnelles Wachstum gezüchtet wurden, dass sie schwere Schäden davontragen, oder Perserkatzen, die durch ihre flache Nase nicht richtig atmen können

Weitere Erfolge

Doch PETA erreichte 2017 noch viel mehr für die Tiere: Unter anderem überzeugten wir Möbel Höffner, die erste vegane Polstermöbelkollektion „switch“ auf den deutschen Markt zu bringen. Wir starteten unsere Initiative „Year of Change“ – ein einzigartiges Programm zur Förderung der Tierrechte in Osteuropa – indem wir drei Stellen bei Tierrechtsorganisationen in Estland, Lettland und Litauen finanzierten. Zahlreiche Einzelhandelsunternehmen überzeugten wir davon, den Verkauf lebender Reptilien zu stoppen bzw. zu reduzieren, darunter Kölle-Zoo, Dehner, Fressnapf und Das Futterhaus.

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