Jessica Ginkel kämpft gegen Reptilienbörsen

Schauspielerin Jessica Ginkel, bekannt unter anderem aus „Der Lehrer“ und „Alarm für Cobra 11", setzt sich im sexy Reptilien-Look für die Kriechtiere ein. Mit ihrem neuen PETA-Motiv möchte sie auf das Leid hinter sogenannten Terraristikbörsen hinweisen. Dort werden Woche für Woche empfindliche Wildtiere wie Reptilien, Amphibien und Kleinsäuger an jeden zahlenden Kunden verkauft.

 

 


Jessica Ginkel für PETA © Marc Rehbeck

Wo die Tiere nach dem Kauf landen, bleibt ungewiss. Oft finden Spontankäufe statt, weil die Besucher der Börsen ein besonders „ausgefallenes“ Tier entdecken und es spontan mit nach Hause nehmen. Ein Großteil der Reptilien stirbt in Gefangenschaft jedoch frühzeitig, da die Halter nicht ausreichend über Ernährung, Lebensbedingungen oder Krankheiten der Tiere informiert sind. Während der Veranstaltung stehen die Wildtiere unter enormem Stress: Inmitten einer lauten Menschenmenge werden die Tiere häufig aus ihren Verkaufsbehältern entnommen und begutachtet; die Unterbringung bietet ihnen nicht genügend Platz oder ausreichende Versteckmöglichkeiten. All dies bedeutet für die nicht domestizierten Tiere Stress, teils sogar Todesangst.

Zudem konnte PETA nachweisen, dass Terraristikbörsen eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahr für die Besucher darstellen. Bei der weltgrößten Terraristikbörse, der Terraristika in Hamm, wurden mehrfach exotische Salmonellen-Erreger nachgewiesen. Die Salmonellen können – durch direkten, aber auch indirekten Kontakt – auf den Menschen übertragen werden und im schlimmsten Falle zum Tod führen. Eine Ansteckung ist also schon dann möglich, wenn eine Person beispielsweise eine solche Börse besucht, dort die Erreger aufnimmt und zu Hause oder auf dem Weg dorthin weitere Personen berührt – auch so können die Erreger übertragen werden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass viele Erkrankungen durch Salmonellen nur deshalb nicht in Zusammenhang mit Reptilienbörsen gebracht werden, weil Hausärzte die Betroffenen oftmals nicht nach dem eventuellen Besuch solchen Tierbörse befragen.

 

Was Sie tun können

Bitte beteiligen Sie sich an unserem Aktionsaufruf gegen die weltgrößte Terraristikbörse in Hamm!

Besuchen Sie niemals eine Terraristikbörse und kaufen Sie keine Reptilien, Amphibien oder andere Wildtiere im Handel oder im Internet. Wenn Sie wirklich die nötige Sachkenntnis sowie die finanziellen Mittel für die Haltung eines solchen Tieres besitzen, besuchen Sie bitte eine Auffangstation oder ein Tierheim. Alle in diesen Einrichtungen untergebrachten Tiere sind bereits Opfer des skrupellosen Handels und müssen nun so gut wie möglich versorgt werden.