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Wieder ein Patagonia-Wollproduzent entlarvt

 
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So grob werden Schafe in der Wollindustrie behandelt

Stand Juli 2017
Update: Patagonia hat bestätigt, zum jetzigen Zeitpunkt keine neuen Produkte mit Wolle herzustellen. Das Unternehmen räumt ein, keine Wolle gefunden zu haben, die seine Standards erfüllt – und wir wissen, dass es schlicht unmöglich ist, Wolle ohne Tierleid zu beziehen. 

Beobachter von PETA USA dokumentierten das Leid von Schafen in einem Betrieb in Utah, USA. Ein Wollproduzent von Patagonia schickte jedes Jahr tausende Schafe zur Schur dorthin.
Patagonias Mission ist es, „kein unnötiges Leid zu verursachen“. Doch nun hat ein weiterer Enthüllungsbericht von PETA USA über einen Wollproduzenten von Patagonia gezeigt, dass Schafe für Wolle leiden – trotz angeblich „rigoroser“ Vorgaben und „starker Partnerschaften mit den Zulieferern“.

Im April 2017 besuchten Beobachter von PETA USA einen riesigen Schafschurbetrieb nahe Jericho, Utah in den USA. Dort wurden jedes Jahr tausende Schafe von dem bei Patagonia anerkannten Wollproduzenten Red Pine Land & Livestock, LLC geschoren. Bis zu dem Tag, an dem sie auf die Enthüllungen von PETA USA aufmerksam wurden, listete Patagonia diese Firma auf seiner Webseite als zugelassenen Lieferanten auf. Die Beobachter fanden heraus, dass gegen Patagonias eigene Vorgaben verstoßen wurde.

Fordern Sie Patagonia dazu auf, Wolle aus Ihrem Sortiment zu streichen

PETAs Enthüllungsberichte haben gezeigt, dass Schafe in der Wollindustrie immer leiden - unabhängig von Tierschutz-Standards. Lässt die Wollleistung der Tiere nach, erwartet sie der entbehrungsreiche und stressige Transport zum Schlachthaus und ein Schnitt in die Kehle.

Unterschriften-Aktion:

Kein Geld für Tierquälerei: Streichen Sie Wolle aus Ihrem Sortiment

Sehr geehrter Herr Michael Austermühle,

wie ich mit Enttäuschung feststellen musste, hat PETA USA erneut schreckliche Tierquälerei in Verbindung mit einem Wollproduzenten von Patagonia aufgedeckt. Bevor Sie über die Enthüllungen von PETA USA erfahren haben, wurde die Firma Red Pine Land & Livestock in Utah auf Ihrer Website als „exzellenter Partner in der Aufrechterhaltung der rigorosen Kriterien des Patagonia Wool Standard“ aufgelistet.

Doch Aufnahmen zeigen nun, wie Arbeiter die Schafe so schnell und grob scheren, dass die meisten Tiere blutige Wunden davontrugen. Dann trieb man sie rutschige Rampen hinunter, wobei viele Schafe ins Straucheln kamen, und schlug sie mit der Peitsche. Schwangere Schafe fuhr man in die Wüste hinaus, wo sie bei niedrigsten Temperaturen ihre Babys bekommen sollten. Wenn das ein „exzellenter Partner“ ist, möchte ich gar nicht wissen, wie es bei einem durchschnittlichen Partner aussieht.

Nach einer Videoenthüllung von PETA USA im Jahr 2015 bei einem scheinbar „nachhaltigen“ Wolllieferanten in Argentinien, haben Sie den Kauf von Wolle eingestellt. Ich hoffe, Sie werden nun die richtige Entscheidung treffen, indem Sie keine Wolle mehr verkaufen und stattdessen für Ihre Bekleidung und Ausrüstung auf vegane Wolle setzen.

Mit freundlichen Grüßen

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Diesem schwangeren Schaf wird der Kopf gewaltsam verdreht. © PETA USA

Schwangere Schafe gepeitscht und mit blutigen Wunden zurückgelassen

PETA und seine Partnerorganisationen konnten bereits früher Tierquälereien in duzenden Schurbetrieben weltweit aufzeigen - unter anderem bei einem ehemaligen argentinischen Zulieferer von Patagonia, der als besonders „nachhaltig“ dargestellt wurde. Im aktuellen Fall in Utah wurden schwangere Schafe grob und herzlos behandelt: Man drehte ihren Hals grob zur Seite und zerrte an ihrer Wolle, trieb stolpernde Schafe Rampen hinunter und schlug sie mit einer Peitsche auf Gesäß, Kopf und Rücken.

Ein Rancher erzählte den Ermittlern, dass die siebenköpfige Truppe an Scherern in der Lage sei, bis zu eintausend Schafe am Tag zu scheren. Demnach hat jeder Scherer im Durschnitt nur dreieinhalb Minuten Zeit, um ein Tier vollständig von seiner Wolle zu trennen. Ein solches Tempo führt unweigerlich zu Fehlern und die meisten der geschorenen Schafe hatten blutige Wunde
Die verängstigten Schafe werden mit einer Peitsche geschlagen. © PETA USA
Totes Schaf © PETA USA

Sieht das nach „strengem“ Woll-Standard aus?

Im Jahr 2015 zeigte eine Videoenthüllung von PETA USA, dass bei Patagonias vorherigem Wolllieferanten in Argentinien auf Schafe eingestochen wurde und Arbeiter damit anfingen einige Schafe zu häuten, während diese noch am Leben waren und um sich traten. Daraufhin hatte Patagonia alle Verbindungen zu dem Betrieb eingestellt und neue Vorgaben unter dem Namen „Patagonia Wool Standard“ (PWS) geschaffen. Es sollten „die strengsten Tierschutzkriterien der Welt“ sein. Doch ganz egal, wie „streng“ die Vorgaben sind –  viele Zulieferer gehen auch weiterhin gewaltsam mit den Tieren um. PETA USAs Beobachter sahen in Utah zahlreiche Verstöße gegen Patagonias eigene Vorgaben.
 

Verstöße gegen Patagonias Woll-Standard

Hochschwangere Schafe, die einem Rancher zufolge „kurz vorm Platzen“ waren, wurden an ihrer Wolle in einen Hänger gezerrt, eilig geschoren und dann unsanft eine rutschige Rampe hinunter in ein Gehege getrieben. Danach wurden sie von einem Arbeiter mit der Peitsche geschlagen, um sie in einen engen Gang zu zwingen. All dies sind Verstöße gegen Patagonias Vorgaben. Diese besagen: „Mit hochschwangeren Schafen sollte ein Umgang nur bei absoluter Notwendigkeit und unter achtsamer Behandlung erfolgen, um Leid und Verletzungen zu vermeiden.“
Dieses schwangere Schaf wird nach der Schur eine rutschige Rampe hinunter getrieben. © PETA USA

Die meisten Schafe hatten bis zu 12 cm lange Schnittwunden neben dem Schwanz, am Euter, an Ohren, Hals und Rumpf. Die Zeugen sahen zu keinem Zeitpunkt, dass die Wunden behandelt wurden.  Auch dies widerspricht Patagonias Vorgaben, die fordern: „Im Falle einer Verletzung unterbricht der Scherer die Schur umgehend, um sich um die Verletzung zu kümmern.“
Schafe mit blutigen Wunden nach der Schur. © PETA USA

Schwangere Schafe wurden nach der Schur einfach in die offene Wüste gebracht. Dabei hatten sie praktisch keine Wolle mehr, um sich vor den Elementen zu schützen. In der Wüste fielen die Temperaturen auf bis zu 0 Grad und sie waren gezwungen, unter diesen Umständen ihre Babys zur Welt zu bringen. Dieser Umgang verstößt gegen Patagonias Vorgaben, die besagen: „Alle Schafe müssen Zugang zu einem wirksamen … Unterstand haben“ und „die Umgebung [darf] … nicht … so kalt sein, dass es den Tieren Leid verursacht.“

Elektroschock, Kehlenschnitt und ein langsamer Tod

Die Lämmer in der Herde von Red Pine gelten als „Hauptprodukt“ des Betriebs und werden an die Superior Farms mit Sitz in Kalifornien verkauft. Dabei handelt es sich um den größten Schlachtbetrieb für Lämmer in den USA. Im vergangenen Jahr ermittelte eine andere Tierrechtsorganisation im Schlachthaus von Superior Farms in Dixon, Kalifornien, und dokumentierte, wie Arbeiter Schafen wiederholt Elektroschocks zufügten. Einem Tier das sich gegen die gewaltsame Prozedur wehrte, wurde mehrmals mit einem Messer in die Hals gestochen. Viele Schafe atmeten oder bewegten sich noch, nachdem ihnen die Arbeiter die Kehle durchgeschnitten hatten.

Sie können helfen, diese Tierquälerei zu stoppen

Ganz egal, ob die Wolle im Pullover, Teppich oder Decke steckt, ob sie aus den USA, Argentinien, Deutschland oder Australien stammt: Sie ist das Produkt einer Industrie, in der fühlende Lebewesen wie leblose Wollmaschinen behandelt werden.
Die beste Möglichkeit, den hunderten Millionen Schafen auf der Welt zu helfen, ist, schlichtweg keine Wolle zu kaufen. Vegane Produkte aus modernen und recycelte Kunst- und Pflanzenfaser, wie Tencel, Baumwolle, Polyacryl oder Viskose sind leistungsstarke und tierleidfreie Alternativen.

Unterschreiben Sie zudem unseren Aktionsaufruf und fordern Sie Patagoina auf, alle Wollprodukte umgehend mit tierfreundlichen Materialien zu ersetzen.