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REACH-Überarbeitung zu Nanomaterialien: Unzählige Tierleben sind in Gefahr.

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Warum hat die EU keine Abschätzung der Folgen auf Tiere veröffentlicht?

Stand Dezember 2017
Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation zur Überarbeitung einer Verordnung angestoßen. Diese könnte verheerende Folgen für unzählige Tiere haben. Trotzdem hat die Kommission kein Dokument veröffentlicht, das aufzeigt, was das für die Tiere bedeuten würde. 

Bitte fordern Sie die Verantwortlichen in Europa auf, die Anzahl der Tierversuche nicht weiter zu erhöhen.

Nationale Behörden innerhalb der EU planen Änderungen an einem Gesetz zur Regulierung von Chemikalien (bekannt als REACH – Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien). Nach diesen Änderungen könnten tausende Tiere gezwungen werden, in tödlichen Experimenten Nanomaterialien einzuatmen oder zu schlucken. Wir müssen etwas unternehmen und die Verantwortlichen in Europa auffordern, die Anzahl der Tierversuche nicht weiter zu erhöhen. Stattdessen muss der Fokus auf der Förderung effektiver, humaner tierfreier Testmethoden liegen.
 
Mit ihrem Drängen auf diese Gesetzesänderungen ignorieren die nationalen Behörden und die europäische Kommission wissenschaftliche Beweise. Denn immer mehr Daten zeigen, dass Tierversuche Auswirkungen auf Menschen nicht vorhersagen können. Deshalb sollten die Verantwortlichen lieber gegen die Belastung durch potenziell schädliche Nanomaterialien vorgehen.
 
Bitte unterschreiben Sie PETAs Petition, mit der die Verantwortlichen aufgefordert werden, alle Vorschläge abzulehnen, durch die Tierversuchszahlen steigen würden. Stattdessen sollen sie sich für die Entwicklung und Nutzung moderner tierfreier Methoden stark machen. PETA, zusammen mit ihrer Partnerorganisation PETA UK, wird diese an die EU-Verantwortlichen übergeben.

Unterschriften-Aktion:

An: EU-Mitgliedstaaten und die europäische Kommission

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bitte lehnen Sie die Änderungen im Anhang der REACH-Verordnung ab, wonach verschiedene Nanoformen an Tieren getestet werden müssten. Wenn sich REACH auch weiterhin auf Tierversuche verlässt, kann das Ziel der sicheren Nutzung von Substanzen nie erreicht werden.
 
Mit derartigen Änderungsvorschlägen zur REACH-Verordnung ignorieren die nationalen Regierungen und die europäische Kommission Artikel 13 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union. Dieser besagt hinsichtlich der Formulierung und Durchsetzung von Regulierungen: „[…] die Union und die Mitgliedstaaten [tragen] den Erfordernissen des Wohlergehens der Tiere […] in vollem Umfang Rechnung […].“ Damit kommen Sie Ihrer Pflicht, das Tierwohl zu schützen, nicht nach.
 
Wir appellieren an Sie, Materialinnovation und fortschrittliche Wissenschaft zu kombinieren, indem Sie hochmoderne Forschungsmethoden akzeptieren und darauf hinarbeiten, die Belastung durch Nanomaterialien zu minimieren. So würden Sie Versuchen ein Ende setzen, die für unzählige Tiere Leid und einen schmerzvollen Tod bedeuten. 


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Hintergrund


Die Kommission hat zwar die Konsultation über Versuche zu Nanoformen unter der REACH-Verordnung (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien) angestoßen – doch entgegen der kommissionseigenen Richtlinien wurde bislang kein Dokument zur Folgenabschätzung herausgegeben. Dieses sollte alle potenziellen Auswirkungen ausführen, die Änderungen der Verordnung für den Bereich Tierversuche bedeuten könnten.
 
Die vorgeschlagenen Änderungen fordern noch mehr Versuche, in denen Tiere etwa in Röhren gesteckt werden, die kaum größer als ihr eigener Körper sind. Darin müssen sie sechs Stunden pro Tag eine Substanz inhalieren. Es würde den Vorschlägen zufolge außerdem weniger Möglichkeiten geben, Tierversuche zu vermeiden. Auch das von REACH festgelegte Ziel der Förderung von tierfreien Testmethoden für Toxizitätstests wäre in Gefahr.
 
Artikel 13 über die Arbeitsweise der Europäischen Union besagt: „[…] die Union und die Mitgliedstaaten [tragen] den Erfordernissen des Wohlergehens der Tiere […] in vollem Umfang Rechnung […].“ Wenn die Kommission diesen Artikel einfach ignoriert, kommt sie ihrer Pflicht zum Schutz des Wohlergehens von Tieren nicht nach.
 
Die Kommission muss die Beratungen umgehend unterbrechen. Dass sie keine Folgenabschätzung zu Tierversuchen veröffentlicht hat, lässt den gesamten Prozess von Grund auf fehlerhaft werden. 



Was Sie tun können


Bitte helfen Sie mit: Schreiben Sie der Generaldirektion Umwelt der Kommission und fordern Sie die Unterbrechung der Konsultation bezüglich der Überarbeitung des REACH-Anhangs zu Nanomaterialien. Bitte unterstützen Sie zudem unsere weiteren Petitionen gegen Tierversuche.