Weltumwelttag: So retten Sie die Welt durch Ihre Ernährung

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Der 5. Juni ist Weltumwelttag. Eine neue Studie zeigt, warum vegane Leben der beste Weg ist, um die Umwelt zu schützen:

Ökologischer Fußabdruck

Die Studie greift auf den bislang größten Datensatz in diesem Bereich zurück und kommt zu erschreckenden Ergebnissen:
83 Prozent des Ackerlands werden für die Tierhaltung genutzt, aber nur 18 Prozent der Kalorien und 37 Prozent der Proteine erzeugt und dabei 60 Prozent der Treibhausgase der Landwirtschaft verursacht. Eine Riesenverschwendung!
Die Studie zeigt, dass der globale Anteil an landwirtschaftlicher Fläche ohne Fleisch und Milch um mehr als 75 Prozent reduziert werden könnte – eine Fläche, die den USA, China, der EU und Australien entspricht.

„Eine vegane Ernährung ist wahrscheinlich der mit Abstand beste Weg, um die Auswirkungen auf den Planeten Erde zu reduzieren, nicht nur Treibhausgase, Eutrophierung, Landnutzung und Wasserverbrauch. Es ist besser als die Reduzierung von Flügen oder der Kauf eines Elektroautos [da diese nur die Treibhausgasemissionen verringern].“ – Joseph Poore, Studienleiter an der University of Oxford

Artensterben durch Tierhaltung

Nicht nur dem Klima wird durch die Tierhaltung geschadet. Eine andere Studie hat sich die „Biomasse“ der Erde einmal angeschaut. In Biomasse hat der Mensch nur 0,01 Prozent Anteil, beeinflusst aber mit seinem Handeln die gesamte Erde. So ist der Mensch für den Artenverlust von 83 Prozent der Wildtiere und der Hälfte der Pflanzen verantwortlich
 

Von allen Lebewesen auf der Erde macht der Mensch 36 Prozent aus. 60 Prozent sind Tiere in der Landwirtschaft und nur 4 Prozent sind frei lebende Tiere! 70 Prozent der Vögel weltweit sind in der Tierindustrie eingepfercht für Fleisch und Eier, und nur 30 Prozent leben in Freiheit.
Die Zerstörung von Naturräumen für den Anbau von Futtermitteln, die Abholzung und andere Flächenumnutzungen werden in der Wissenschaft als Grund für das sechste Artensterben in der vier Milliarden Jahre alten Geschichte der Erde genannt, in der die Hälfte der Tiere auf der Erde in den letzten 50 Jahren verschwunden sind.
 
Der Jaguar: Bedroht durch Futtermittelanbau
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Was Sie tun können

Selbst Fleisch und Milchprodukte mit der geringsten Auswirkung auf die Umwelt verursachen noch mehr Schäden als pflanzliche Produkte. Mit einer veganen Ernährung tragen Sie aktiv zum Klimaschutz bei und können weiteres Artensterben verhindern. Es gibt Alternativen: In der bio-veganen Landwirtschaft werden keine Tiere gehalten.
Auch Sie können aktiv etwas gegen diese Probleme tun: Probieren Sie noch heute den Einstieg in die vegane Ernährung mit dem Veganstart-Programm. Es war nie einfacher, etwas für sich, die Tiere und die Umwelt zu tun.

Unsere Autoren

René Schärling

René hat Geographie in Bremen und Hamburg studiert. Er mag Hummus und Humus, aber nur eins davon essen.