Abschied nehmen vom „Haustier“: Was ich für mein Tier tun kann

Jeder Mensch, der ein Leben mit einem sogenannten Haustier teilt, weiß, dass irgendwann der Tag kommt, an dem man Abschied nehmen muss.

Abschied vom gemeinsamen Leben, von gemeinsamen Momenten, von tollen Spaziergängen, gemütlichen Stunden auf der Couch – Abschied von all dem, was diese Beziehung so einzigartig gemacht hat.

Mädchen umarmt eine Katze
Wenn die Schmerzen oder eine unheilbare Krankheit des "Haustiers" zu groß sind, liegt es in der Hand des Menschen, die Entscheidung zu treffen, den Vierbeiner gehen zu lassen. Die eigene Angst vor einem schmerzlichen Verlust darf hierbei nie dazu führen, dass das Tier unnötig leiden muss. Mit der Aufnahme eines "Haustiers" übernehmen wir eine große Verantwortung. Unser Freund auf vier Pfoten muss sich auf uns verlassen können, auch in Situationen und Stunden, die schwer sind.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Ein allgemeingültiges Zeichen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, um unseren tierischen Mitbewohner gehen zu lassen, gibt es nicht. Dies sollte immer mit einem Tierarzt des Vertrauens in Ruhe besprochen und entschieden werden. Sinnvoll ist es zudem, als Tierhalter auch auf die kleinen Signale unserer "Haustiere" zu achten. Die endgültige Entscheidung kann uns dann leider niemand abnehmen.

Silhouette von einem Hund im Sonnenuntergang

Leidet mein Tier beim Einschläfern?

Grundsätzlich verspürt ein Tier bei einer fachgerechten Euthanasie weder Schmerzen noch Leid. Je nach Tierart verabreichen Tierärzte beim Einschläfern oftmals zuerst ein Beruhigungsmittel, das Hund, Katze und Co. in einen ruhigen Schlaf versetzt. Dann folgt ein überdosiertes Narkosemittel, und das Herz hört langsam auf zu schlagen.

Hundepfoten auf einem Teppich

Was können wir für unsere Tiere tun?

Tierhalter sollten nach Möglichkeit versuchen, mit dem Tierarzt einen Hausbesuch zu vereinbaren. Dann kann der tierische Freund in seinem gewohnten Umfeld einschlafen, und wir Menschen können ganz in Ruhe Abschied nehmen.

Sollte kein Hausbesuch möglich sein, ist es sinnvoll, einen Termin beim Tierarzt des Vertrauens außerhalb der Sprechstunden zu vereinbaren. Auch hier soll möglichst Trubel vermieden werden. Viele "Haustiere" beruhigt es, wenn sie auf einer gewohnten Decke oder in einem gewohnten Körbchen einschlafen dürfen.

Werden unsere Hunde, Katzen und Co. in dieser Situation allein gelassen, geraten sie oftmals in Angst oder suchen mit panischen Blicken nach ihrem menschlichen Freund. Aus diesem Grund sollten wir Menschen unsere sogenannten Haustiere niemals allein lassen, egal, wie schwer uns der Abschied auch fällt. Denn besonders in dieser Situation ist es für unsere tierischen Begleiter wichtig, dass wir Menschen für sie da sind, sie beruhigend streicheln oder ein paar herzliche Worte zu ihnen sprechen.

Frau umarmt einen Hund

Was Sie tun können

  • Lassen Sie Ihren tierischen Mitbewohner in diesen traurigen Stunden bitte niemals allein. Unsere tierischen Begleiter brauchen uns – besonders in diesen Momenten.

Unsere Autoren

Jana Hoger

Fachreferentin für den Bereich Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland.