Ärztin warnt vor Fischpediküre: Frau verliert ihre Zehennägel!

Sie wollen, dass Fische Ihre tote Haut abknabbern? Vorsicht: Sie könnten mehr verlieren, als Ihnen lieb ist. Wie CNN berichtet, verlor eine Frau nach einer Fischpediküre ihre Zehennägel. Ärzte gehen davon aus, dass auch andere Personen von dem Problem betroffen sein könnten.  


Anfänglich brachte die Patientin das Abfallen von sechs Zehennägeln nicht mit der Fischpediküre in Verbindung, denn das Problem trat erst Monate nach der Behandlung auf. Die Dermatologin Dr. Shari R. Lipner verfasste einen Bericht über die Patientin, der in der Zeitschrift JAMA Dermatology veröffentlicht wurde. Lipner ist der Meinung, dass die Verletzungen in direktem Zusammenhang mit den Fischbissen stehen: „Ich vermute, das kommt häufiger vor, als wir denken. Die Nägel lösen sich erst Monate nach der Behandlung ab. Ich glaube, deshalb ist es für Patienten und Ärzte – insbesondere, wenn diese gar nicht wissen, dass Fischpediküren so etwas auslösen können – schwierig, eine Verbindung herzustellen.“ 
 
Damit hätten wir also einen weiteren Grund, unsere Füße niemals in Becken mit Garra rufa-Fischen zu stecken. Der potenzielle Nagelverlust ist nämlich nicht die einzige Gefahr – auch Infektionen kann man sich leicht einfangen. Denn während die Ausstattung bei einer normalen Pediküre jedes Mal desinfiziert wird, um eine Übertragung von Bakterien zu verhindern, kann man natürlich kein Lebewesen desinfizieren. 


Die Fische essen die tote Haut nicht, weil sie ihnen so gut schmeckt. Sie sind derart ausgehungert, dass sie, um zu überleben, sogar Hautzellen von Menschen essen. Die Tiere kann sich jeder per Post in wassergefüllten Plastiktüten liefern lassen. Viele sterben schon während des Transports. Nach der Ankunft werden sie normalerweise direkt in die Becken geworfen und bekommen von da an nur noch tote Haut zu essen. Ein Mensch nach dem anderen steckt Tag für Tag seine Füße in Becken, in denen Fische leben und Ausscheidungen absondern. Das macht das Ganze zu einer wahren Brutstätte für Bakterien. Fischpediküren sind tierquälerisch und mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Deshalb wurden sie in vielen Teilen der USA, Kanadas und Europas bereits verboten.  
 
Im Gegensatz zu menschlichen Fußpflegern und Fußpflegerinnen können Fische zudem nicht wissen, auf welche Bereiche sie sich konzentrieren sollen. Deshalb sind Kundinnen und Kunden mit dem Ergebnis oft nicht zufrieden. Sie verlassen den Salon mit unebener Haut und teils sogar blutigen Bisswunden.  

 

Was Sie tun können

Wer eine ordentliche Pediküre will, sollte einen (menschlichen) Profi bemühen, keine Fische. Erfahren Sie hier weitere Gründe, warum Fischpediküren ein gefährliches Vergnügen sind.

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Die Blogartikel zu den Themen Tierrechte und veganem Lifestyle sind von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.