Aktivisten-FAQ – häufig gestellte Fragen

Inhaltsverzeichnis:

Ich möchte mich für Tiere einsetzen – was kann ich tun?

Die Tiere sind auf uns angewiesen, und jeder kann sich einbringen – in Nord und Süd, in der Großstadt und auf dem Land. Menschen aller Altersgruppen setzen sich für Tiere ein, und jeder kann selbst entscheiden, in welchem Umfang und in welchen Bereichen er sich engagieren möchte. Bei unseren Aktionen setzen wir auf aussagekräftige Demokonzepte, die auch mit wenigen Menschen sehr eindrucksvoll sind. Über unser Aktivistennetzwerk können Sie sich uns anschließen – selbstverständlich kostenlos und unverbindlich. Bei Fragen freuen wir uns über Ihre Nachricht an [email protected]. In vielen Städten sind PETA ZWEI-Streetteams für die Tiere aktiv. Hier können Sie nachschauen, welche Gruppe sich in Ihrer Nähe befindet. Wenn Sie selbst ein freiwilliges PETA ZWEI-Streetteam gründen möchten, wenden Sie sich bitte an [email protected].

Warum finden PETA-Aktionen selten abends oder am Wochenende statt?

Uns ist bewusst, dass nicht jeder im Netzwerk eingetragene Aktivist an allen Aktionen teilnehmen kann, sei es aus beruflichen oder anderen Gründen. Natürlich ist es sehr wichtig, Passanten über das unvorstellbare Leid der Tiere zu informieren und dazu anzuregen, sich ebenfalls für die Tiere stark zu machen. Dennoch richten wir unsere Aktionen immer medienfreundlich aus, denn die Verbreitung der Tierrechtsthemen über die Medien ist besonders wichtig, weil wir auf diese Weise deutlich mehr Menschen informieren können.

Leider wird immer nur zeitnah über Aktionen berichtet, und erfahrungsgemäß ist bei den Medien nachmittags Redaktionsschluss. Was nicht am selben Tag in den Druck (oder Schnitt beim TV) gehen kann, ist am nächsten Tag bereits „Schnee von gestern“ und für die Medien uninteressant. Das ist sehr schade, aber leider die Realität. Gleiches gilt für Wochenenden.

Aber keine Sorge: Auch wenn Sie nicht an jeder Aktion teilnehmen können, haben Sie natürlich andere Möglichkeiten, für die Tiere aktiv zu werden. Hier finden Sie viele weitere Informationen, um sich für Tiere zu engagieren: Tipps und Tricks zum Aktivwerden.

Warum machen wir sexy Aktionen?

Als Organisation, der es wahrlich nicht an Feministinnen mangelt, sind wir der Ansicht, dass am menschlichen Körper nichts schändlich oder „falsch” ist. Daher vertreten wir die Meinung, dass Menschen selbst entscheiden sollten, ob sie ihren eigenen Körper dazu einsetzen möchten, der Gesellschaft eine Botschaft zu vermitteln. Selbstverständlich ist die Teilnahme an solchen Aktionen absolut freiwillig – aktive Tierfreunde können sich über das Aktivistennetzwerk auf verschiedenste Weise für Tiere einsetzen. „Nackte” Demonstranten und Plakatmodelle – ganz gleich, ob männlich oder weiblich – haben sich freiwillig für die Teilnahme an unseren Kampagnen entschieden. Diese Freiwilligen sind entschlossen, Füchsen zu helfen, die zu Abermillionen für die Produktion von Pelz per Stromschlag getötet und gehäutet werden; Kälbern, die ihren verstörten Müttern entrissen und für den Fleischkonsum des Menschen geschlachtet werden; Elefanten, die blutig geschlagen und zu einem jahrelangen Leben in Ketten in Zirkussen gezwungen werden – und den Milliarden anderen Tieren, die Isolation, Hunger und Terror ausgesetzt sind und gewaltsam getötet werden.

Wir sind der Meinung, dass alle Menschen die Freiheit haben sollten, ihren Geist und ihren Körper als politische Instrumente einzusetzen, um die Aufmerksamkeit auf das Tierleid zu lenken. Weiterhin sind unsere Materialien kaum als „pornografisch” zu bezeichnen; ein Blick auf die zeitgenössische Werbung belegt, dass unsere Anzeigen nicht gewagter sind als viele andere, die im Rahmen von Werbekampagnen veröffentlicht werden. Der wichtige Unterschied: Unsere Kampagnen verkaufen nichts, sondern haben das Ziel, Leben zu retten und millionenfaches Leid zu beenden. Wir setzen „Nacktheit“ nicht grundlos ein: Sie soll unsere Botschaft unterstreichen – ob diese nun lautet „Lieber nackt als im Pelz”, ob es darum geht, die Vorteile einer veganen Ernährung zu unterstreichen, oder darum, die Verletzlichkeit von Tieren in Labors oder Zirkussen darzulegen.

Unser Ziel ist es, Tierleid zu stoppen. Wir haben festgestellt, dass Menschen unseren „aufreizenden“ Aktionen eher Beachtung schenken, und sind der Ansicht, dass die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für unser Anliegen sehr wichtig ist. Dennoch möchten wir betonen, dass PETA sich auf vielfältige Weise für die Tiere einsetzt. Vorträge an Schulen, politische Beteiligung bei neuen Gesetzesentwürfen und Aufklärungsarbeit – beispielsweise durch die Veröffentlichung von zugespieltem Videomaterial aus der Tierindustrie – gehören ebenso zu unserem Repertoire. So verschieden die Gründe sind, weshalb sich Menschen für Tiere einsetzen, so vielfältig ist auch unsere Arbeit für die Tierrechte. Lesen Sie dazu auch ein Statement von PETAs 1. Vorsitzender Ingrid Newkirk.

Gibt es Ortsgruppen von PETA?

PETA leistet Aufklärungsarbeit mit dem Anspruch, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen. Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei unterstützen. Wenn Sie an Aktionen teilnehmen bzw. je nach Möglichkeit anderweitig aktiv werden möchten, können Sie sich in unser Aktivistennetzwerk eintragen und werden regelmäßig per E-Mail über Veranstaltungen in Ihrer Nähe informiert. Im Aktivistennetzwerk engagieren sich Tierfreunde aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf verschiedene Weise für die Tiere. Darüber hinaus sind unsere freiwilligen PETA ZWEI-Streetteams für die Tiere unterwegs – mit Straßenaktionen, auf Festivals und auf Konzerten. PETAs Tierrechtsreferenten sind eine Gruppe vegan lebender Pädagogen, die über Workshops und Vorträge Aufklärungsarbeit leistet – an Schulen, bei freien Trägern und in der Erwachsenenbildung.
 
Auch im Alltag können Sie sich aktiv für Tierrechte einsetzen, zum Beispiel indem Sie Leserbriefe schreiben, mithilfe unserer Checkliste Protestaktionen organisieren, sich mit dem PETA-Aktivistenhandbuch  in den Aktivismus für Tiere einlesen oder aktuelle Aktionsaufrufe unterschreiben.

Warum darf ich meinen Hund nicht zu Aktionen mitbringen?

Im Winter gegen Pelz auf die Straße, im Sommer für veganes Grillen und den Einstieg in ein tierleidfreies Leben engagiert sein: Es macht Spaß, sich aktiv für das einzusetzen, was einem wichtig ist. Für viele Veganer sind regelmäßige Demonstrationen aus dem Alltag kaum wegzudenken.

Vor allem bei größeren Demozügen sieht man leider immer wieder Hunde, die von ihren menschlichen Begleitern mitgebracht wurden. Während wir uns bei den Demos für die Tiere einsetzen und ganz bei der Sache sind, leiden unsere Hunde unter der ungewohnten Situation. Lärm, laute Menschenmassen, teilweise aggressive Passanten – für unsere Vierbeiner kann das ganz schön beängstigend sein.

PETA-Demos sind stets angemeldet, genehmigt und laufen geplant und koordiniert ab – dennoch lassen sich laute Geräusche, pöbelnde Passanten und trubelige Situationen nicht immer vermeiden und gehören zum Geschehen dazu. Ein Hund fühlt sich in einer solchen Situation jedoch bedroht und kann unter Umständen unvorhergesehen reagieren. Dazu kommen andere Hunde, die mit Passanten oder vielleicht sogar anderen Demoteilnehmern unterwegs sind. Während der Halter Gespräche mit Passanten führt, ist der Hund auf sich allein gestellt und erhält nicht die volle Aufmerksamkeit seines menschlichen Freundes – beste Voraussetzungen für eine unvorhergesehene Eskalation.

Wir Menschen können uns durch angemessene Kleidung gut gegen Regen, Hitze oder Kälte wappnen, doch unsere Hunde schwitzen oder frieren. Der demonstrierende Halter kann nicht adäquat reagieren, der Hund kann sich alleine keinen Schutz suchen.

Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass die Anwesenheit eines Hundes auf Demoteilnehmer ablenkend wirken kann. Viele sind dadurch weniger konzentriert bei der Sache und können sich nicht so effizient engagieren, wie sie es eigentlich möchten.

Unser Tipp: Den Hund bei einem vertrauenswürdigen Hundesitter oder einem bekannten und vertrauten Menschen lassen und sich für die Zeit der Demo ganz den Tieren widmen, die dringend unsere Hilfe benötigen.