Alb-Gold, Seitenbacher und Co: PETA fordert Nudelhersteller mit Petition auf, zu einer eifreien Produktion zu wechseln

Stuttgart, 10. Juli 2019 – Petition drückt Willen der Verbraucher für mehr Tierschutz aus: PETA mahnt deutsche Nudelhersteller mit einer Unterschriftenaktion, Verantwortung für Hühner zu übernehmen. Eier verursachen Tierleid, und zwar in jeder Haltungsform. Mehrfach informierte die Tierschutzorganisation zahlreiche Nudelhersteller – zuletzt mit einem dramatischen Video, das die tierquälerischen Zustände in der Eierindustrie deutlich macht. PETA appelliert an die unternehmerische Verantwortung gegenüber den Hühnern in der Eierindustrie, die sich nicht selbst helfen können, und fordert die Hersteller auf, ihre Nudelproduktion künftig eifrei zu gestalten.
 
„Federpicken, Kannibalismus, entzündete Kloaken und Knochenbrüche: Das sind nur wenige Leiden von Hennen in allen Haltungssystemen der Eierindustrie“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Zukunftsorientierte Unternehmen sollten sich ihrer Mitschuld an dieser Tierquälerei bewusst sein und Nudeln nur noch ohne Eier herstellen.“
 
In der Vergangenheit konfrontierte PETA vor allem die Newlat GmbH mit ihren Nudelmarken „Birkel“ und „3 Glocken“ mit schockierenden Bildern aus der Eierindustrie – unter anderem aus Zuliefererbetrieben des Unternehmens. Alle von der aktuellen Petition betroffenen 29 Nudelhersteller hat PETA in einem gesonderten Feature gelistet. Im Rahmen der Kampagne „Mach dich eifrei“ informiert die Tierschutzorganisation Unternehmen, aber auch Verbraucher über die tierquälerischen Zustände in Eierbetrieben und zeigt pflanzliche Alternativen auf.
 
Es gibt viele gute Gründe, eifrei zu leben, denn durch die Zucht und Haltung leiden die Hennen nicht nur in der Käfighaltung. Auch in Betrieben mit Boden-, Freiland- oder Biohaltung leiden die Tiere unter den großen Tiergruppen. Selbst in Biobetrieben sind pro Stallabteil 3.000 Hennen zulässig. Ein enormer Stress für die Vögel, die versuchen, eine Hackordnung herzustellen. Federpicken bis hin zum Kannibalismus kann die Folge sein.
 
Zudem werden in allen Haltungsformen völlig überzüchtete Tiere ausgebeutet, die mehr als 300 Eier im Jahr legen. Ein entzündeter Bauchraum sowie Entzündungen an der Kloake sind häufig die Folge und müssen unfassbare Schmerzen beim Eierlegen verursachen. Aufhören können die Tiere dennoch nicht – ihre Körper werden durch die Zucht praktisch dazu gezwungen. Nach etwa anderthalb Jahren nehmen die Ei-Anzahl und die Qualität ab, weshalb die jungen Hühner in den Schlachthof transportiert und durch neue ersetzt werden. Die etwa 50 Millionen Brüder der sogenannten Legehennen werden weiterhin am Tag ihrer Geburt vergast, da sie keinen wirtschaftlichen Nutzen für die Eierindustrie haben.
 
Dabei sind Hühner faszinierende Tiere. Sie schließen Freundschaften, erkennen einander, lieben ihren Nachwuchs und kommunizieren bereits mit ihren Jungen, wenn diese noch im Ei sind. In Ställen der Eierindustrie fristen die Tiere ein Elendsdasein. Die gute Nachricht: Mittlerweile gibt es unzählige vergleichbare Produkte, die ohne Eier oder andere tierische Inhaltsstoffe auskommen.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 

Ausgebeutet bis aufs Äußerste: Hühner in der Eierindustrie müssen unter elendigen Bedingungen leben. / © PETA Deutschland e.V.

Das druckfähige Motiv finden Sie hier zum Download.

Weitere Informationen:
PETA.de/Eifrei
PETA.de/Birkel-3-Glocken
PETA.de/Eier
 
Kontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]