Warum auch Sie diesen Freitag für die Klimarettung streiken sollten

Demonstration

Freitag, 29. November 2019: Was machen Sie an diesem Tag? Sofern es Ihnen irgendwie möglich ist, hoffentlich fürs Klima auf die Straße gehen.

#FridaysforFuture – aber für alle

Seit die schwedische Schülerin Greta Thunberg im August 2018 zum ersten Mal den Unterricht boykottierte, um vor dem schwedischen Reichstagsgebäude in Stockholm für die Klimarettung zu demonstrieren, sind Millionen von Menschen ihrem Beispiel gefolgt. Unter dem Motto #FridaysforFuture protestieren vor allem junge Menschen weltweit jeden Freitag für eine wirksamere Klimapolitik. Beim vierten globalen Klimastreik am 29. November sind nun ausdrücklich auch die Erwachsenen gefragt: Unter der Devise #AllefürsKlima rufen verschiedene Organisationsgruppen dazu auf, an diesem Freitag für unsere Zukunft auf die Straße zu gehen.
 

Für die Umwelt? Für die Menschen und die Tiere!

Schließlich – und das kann man sich nicht oft genug in Erinnerung rufen – geht es beim Klimastreik nicht darum, der Umwelt etwas Gutes zu tun, sondern darum, das Überleben von uns Menschen auf der Erde zu sichern. Klimaforscher warnen seit Jahren eindringlich davor, dass schon eine Erderwärmung von wenigen Grad Celsius mehr die Erde für uns unbewohnbar machen wird [1]. Schon jetzt merken wir, wie wir im Sommer unter immer neuen Hitzewellen leiden, wie uns die Luftverschmutzung krank macht und wir durch den Anstieg des Meeresspiegels von Sturmfluten und Überschwemmungen bedroht sind [2,3]. Wenn wir nichts unternehmen, wird das alles nur noch gefährlicher. Für uns, aber auch für viele Tierarten, denen wir so die Lebensräume nehmen – vor allem Eisbären, viele Fische und Insekten sind jetzt schon gefährdet [4]. Eine Katastrophe nicht nur für einzelne Tierarten, sondern auch für das ökologische Gleichgewicht. Ebenso muss das Leid der Tiere in der Agrarindustrie ein Ende finden. Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasen.

Weltweite Proteste und konkrete Forderungen

Deshalb ist es so wichtig, am 29. November zu streiken – und das mit ganz konkreten Forderungen an die Politik. Die Fridays-for-Future-Bewegung fordert die deutsche Politik auf, das Pariser Abkommen und das 1,5°C-Ziel einzuhalten [5]. Die Regierungen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene sind aufgerufen, das Thema Klimaschutz ernst zu nehmen und zu handeln. Bis 2030 muss dazu der Kohleausstieg erfolgen, und bis 2035 soll Deutschland auf 100 Prozent erneuerbare Energien setzen. Schon bis Ende 2019 soll die Regierung unter anderem aufhören, fossile Energien zu subventionieren und eine Steuer auf Treibhausgasemissionen einführen.

Jetzt mitmachen

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass anhaltende Proteste einer großen Masse der Bevölkerung viel erreichen können. Einige Betriebe stellen ihre Mitarbeiter deshalb für den 29. November frei, um sich gemeinsam einer der Demonstrationen anzuschließen. Aber auch Einzelpersonen sind gefragt. Wer es schafft, sollte an diesem Freitag nicht zur Arbeit gehen, sondern auf die Straße. Und so wichtig es auch ist, die Politik zum Umdenken aufzurufen: Auch abseits der Demonstrationen kann jeder von uns einen Beitrag zur Klimarettung leisten. Das beste Beispiel dafür ist Greta Thunberg, die ihren Aktivismus im eigenen Leben fortführt, indem sie sich vegan ernährt und auf Bahnreisen statt aufs Flugzeug setzt – schließlich gehören die Fleischindustrie und Flugreisen zu den größten Klimakillern.

Was Sie tun können

Gehen Sie diesen Freitag zum Klimastreik auf die Straße und setzen Sie sich gemeinsam mit Freunden, Kollegen und anderen Mitdemonstranten für eine effizientere Klimapolitik ein.

Überlegen Sie, wie Sie auch im Alltag einen Beitrag zur Klimarettung leisten können. Vielleicht probieren Sie mal den kostenlosen Veganstart, buchen für Ihre nächste Reise eine Bahnfahrt statt einen Flug oder integrieren einen unserer weiteren zehn Nachhaltigkeitstipps in Ihr Leben?
 

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PETA Team

Die Blogartikel zu den Themen Tierrechte und veganem Lifestyle sind von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Co-Autoren.