Artenschutzkonferenz in Genf: Zukunft der Elefanten in Gefahr?

Elefant Afrika

Aktuell findet die Artenschutzkonferenz Cites in Genf statt. Regierungsvertreter, Händler und Umweltaktivisten aus über 100 Ländern diskutieren dort über den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Mittlerweile sind bis zu eine Million Tiere vom Aussterben bedroht. Das macht Artenschutz wichtiger als jemals zuvor.

Deshalb sind die Elefanten in Gefahr

Bei der diesjährigen Artenschutzkonferenz liegt ein besonderer Fokus auf dem Thema Elefanten: Denn gleich mehrere südafrikanische Länder fordern lockerere Regelungen für den Handel mit Elfenbein – also den Stoßzähnen von Elefanten. Vor allem die reichen Trophäenjäger aus westlichen Ländern machen Druck: Sie zahlen um die 20.000 US-Dollar, um einen Elefanten töten zu dürfen. Natürlich verlockt dieses Geld, doch die Auswirkungen wären fatal! Schon jetzt töten Wilderer etwa 50.000 Afrikanische Elefanten jährlich. [1][2] Würde der Handel mit Elfenbein gelockert werden, so stiege diese Zahl ins Unermessliche. Wilderer könnten sich völlig ungeniert mit dem Export von Elfenbein bereichern, weil Zöllner kaum nachweisen können, ob die Ware von einer zugelassenen oder illegalen Jagd stammt.

Unter bestimmten Umständen dürfen Jagdtrophäen ganz legal nach Deutschland eingeführt werden. Allein im vergangenen Jahr hat das Bundesamt für Naturschutz die Einfuhr von 197 Jagdtrophäen genehmigt – darunter befanden sich auch Körperteile von 48 getöteten Afrikanischen Elefanten!

Bitte fordern Sie mit uns ein Importverbot von Jagdtrophäen und drücken Sie die Daumen, dass das Übereinkommen den Elfenbeinhandel weiter untersagt!

Weitere Themen bei der Artenschutzkonferenz in Genf

Viele weitere Punkte stehen dieses Jahr auf der Agenda der Artenschutzkonferenz in Genf, nie zuvor gab es derart viele Themenvorschläge. So wird auch darüber entschieden, ob wilde Afrikanische Elefanten weiterhin an Zoos oder Zirkusse verkauft werden dürfen. [3] Die Mehrheit der Delegierten hat erfreulicherweise bereits dagegen gestimmt. Das Verbot tritt jedoch erst in Kraft, wenn es am 28. August vom Plenum abgenommen wird.

Ein weiteres Thema ist der Schutz von Tieren, die oft als exotische Haustiere gehalten werden. Aber auch Meeresschildkröten, Tiger, Nashörner, Haie und weitere Tiere stehen auf der Agenda.

Ende des Monats steht die finale Entscheidung fest, welche Tiere und Pflanzen stärker oder weniger stark geschützt werden. Die Anträge, die während der Konferenz beschlossen werden, sind dann rechtlich bindend.

So werden Sie selbst zum Artenschützer

Bitte machen Sie einen großen Bogen um Produkte, für die exotische Tiere leiden und sterben mussten. Niemand braucht Haifischflossen, Elfenbein oder Krokodilleder – die Tiere dagegen schon. Unterstützen Sie weder die Trophäenjagd noch die Jagd in heimischen Gebieten. Auch Zoos und Zirkusse oder exotische Haustiere sind keine gute Idee. Kein Käfig, Gehege oder Terrarium kann den Tieren das bieten, was sie in einem selbstbestimmten Leben in Freiheit bekommen würden. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, und somit die Lebensräume von unzähligen Tieren zu erhalten, ernähren Sie sich bitte möglichst vegan. (Vielleicht wollen Sie es einfach mal mit einem veganen Monat probieren?) Schließlich unterstützen Sie das Abholzen des Regenwaldes, den Anstieg der Treibhausgase und die Verschmutzung des Grundwassers, wenn Sie Fleisch und andere tierische Produkte konsumieren.