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Zirkus Belly, Direktor Klaus Köhler

Erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Ergänzungen bitte an PETA Deutschland e.V. unter Nennung von Quellenangaben senden.

Stand: August 2013

Februar 2014
In Hannover entkamen nachts acht Kamele aus dem Circus Belly. Sie liefen direkt an der B6 entlang, als ein Busfahrer auf sie aufmerksam wurde.
Quelle: www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Hannover-Kamele-machen-Ausflug-zur-B-6

Juni 2013
Horst Köhler vom Circus Belly zieht gegen PETA vor Gericht und will der Tierrechtsorganisation u. a. untersagen lassen, bezüglich des Schimpansen Robby von einer tierquälerischen Haltung zu sprechen. Das Landgericht Lüneburg weist die Klage des Zirkus-Verantwortlichen als unbegründet ab.
Quelle: Az. 4 O 175/12

Juni 2012
Die Stadt Minden teilt PETA schriftlich mit:
„Bei Überprüfungen durch das Kreisveterinäramt Delmenhorst gab es keine Beanstandungen, in anderen Städten wurden die Auflagen wenige Male nicht eingehalten, was zur Verhängung entsprechender Bußgelder führte.“
Quelle: Schreiben der Stadt Minden v. 22.06.12 liegt PETA vor

Mai 2012
Bei einer Kontrolle durch PETA beim Gastspiel in Delmenhorst war für die Großkatzen kein Außengehege aufgebaut. Das Gehege von Schimpanse Robby war mit ca. 30 Quadratmetern deutlich kleiner und mit einer Höhe von maximal ca. 2,80 Metern deutlich niedriger, als es die Mindestvorgaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vorschreiben. Die Gehegeausstattung entsprach ebenfalls nicht den Mindestvorgaben, Kletterstrukturen waren so gut wie gar nicht vorhanden.
Quelle: Beobachtungsprotokoll und Video-/Fotoaufnahmen von PETA

Mai 2012
Wegen unerlaubten Plakatierens musste Circus Belly seine Werbeplakate in Minden entfernen.
Quelle: http://www.mt-online.de/lokales/minden/6766848_Circus_Belly_auf_Kanzlers_Weide.html

März 2012
Bei Gastspielen in Hildesheim im November 2011, in Celle im Januar 2012 sowie in Bremen im März 2012 stellen PETA-Ermittler erhebliche Missstände bei der Schimpansen-Haltung fest. Schimpansen dürfen gemäß Zirkusleitlinien gar nicht im Zirkus gehalten werden. Für den Schimpansen Robbie kommen daher die Leitlinien gemäß „Säugetiergutachten“ zur Anwendung. Demnach dürfen Schimpansen nicht einzeln gehalten werden. Die Mindestanforderungen bezüglich der Gehegegröße und -struktur werden im Circus Belly deutlich unterschritten.
Quelle: PETA-Ermittlungen sind auf www.peta.de/rettetrobby veröffentlicht.

Oktober 2009
Bei einem Gastspiel des Circus Belly in Stade wird einem Aktivisten der „Grünen Jugend“ von dem Zirkus-Clown auf die Nase geschlagen. Der Aktivist wollte vor dem Zirkus mit Flugblättern gegen die Tierhaltung im Zirkus protestieren.
Quelle: http://www.abendblatt.de/region/stade/article1228683/Zirkusclown-soll-Teenager-verpruegelt-haben.html

August 2009
Bei einem Gastspiel in Oldenburg beobachtete ein Zeuge, dass für die Tiger und Löwen kein Außengehege aufgebaut war. Der Missstand wurde dem Veterinäramt gemeldet.
Quelle: Schriftlicher Augenzeugenbericht liegt PETA vor

April 2003
Aus einem Bericht des Veterinäramtes Landkreis Celle (auszugsweise):
„Im Rahmen diverser Kontrollen kam es mehrfach zu tierschutzrechtlichen Beanstandungen. Insbesondere folgende Mängel, deren Abstellung mit schriftlichen Verfügungen unter Androhung von Zwangsmitteln angeordnet wurde, wurden bis zur Abreise nicht beseitigt.
Ein Großteil der Equiden, Kameliden, Rinder und Ziegen wurden in Anbindehaltung gehalten.
Da die Verantwortlichen meiner Anordnung nicht nachgekommen waren, habe ich mit Verfügung vom 29.11.2002 ein Zwangsgeld festgesetzt.“


Oktober 2002
Aus einer Ordnungsverfügung des Veterinäramtes Landkreis Celle (auszugsweise):
„Bereits mit Verfügung vom 19.10.2001 habe ich die sofortige Klauenpflege der Kleinkamele angeordnet. Im Rahmen einer Kontrolle Ihres Betriebes am 11.10.2002 an Ihrem Gastspielort in Großmoor wurde erneut festgestellt, dass die Klauenpflege zum Teil überfällig war“
Zur Anbindehaltung von Pferden, Ponys und Eseln:
„Aufgrund der Haltungsform entstehen den Tieren Leiden.“

Oktober 2001
Aus einem Bericht des Veterinäramtes Landkreis Celle (auszugsweise):
„Die Equiden, Kameliden und das Rind werden eng angebunden im ca. 22 m langen Tierzelt gehalten. Die Tiere stehen eng nebeneinander ohne seitliche Angrenzungen, sind teilweise beidseitig starr angebunden. Am 05.10. wurden 4 Ponys getüdert, ein Auslauf wurde an beiden Tagen nicht errichtet. […] Einige Tiere waren durch das Ausbinden mit zwei Seilen sogar noch weiter in der Kopffreiheit eingeschränkt.
Pflegezustand: Die Zehennägel der Neuweltkameliden sind zu lang und bereits Korkenzieher-ähnlich gedreht/deformiert.
Aufgrund der getroffenen Feststellungen liegen erhebliche Verstöße gegen §2 TierSchG (Haltung) vor.“