Coronavirus auf Schneidebrett von Lachs nachgewiesen

Das Coronavirus ist erneut in Peking ausgebrochen. Dutzende Neuinfektionen werden in Zusammenhang mit importiertem Lachs diskutiert [1]. PETA macht schon lange auf die Gefahren aufmerksam, die die Ausbeutung von Tieren auch für den Menschen mit sich bringt und fordert nun einen sofortigen Importstopp für Lachsfleisch.

Coronavirus auf Schneidebrettern von Lachs nachgewiesen

Auf dem Xinfadi-Markt in Peking wurde das Coronavirus laut Angaben des Markt-Chefs auf Schneidebrettern nachgewiesen, auf denen vorher importierter Lachs verarbeitet wurde. China importiert Lachs aus Norwegen, Chile, Kanada, Australien und den Färöer-Inseln. Der Markt wurde geschlossen und große Supermarktketten haben Lachsprodukte aus ihrem Sortiment verbannt [1].

Märkte als Brutstätte von Krankheitserregern

Die Ernährungsindustrie bietet zahlreiche Brutstätten für tödliche Keime. Denn in den Ställen und Aquakulturen müssen meist massenweise Tiere auf engstem Raum inmitten ihrer eigenen Exkremente ausharren. Anschließend werden Tiere unterschiedlicher Arten und Herkunft auf den Märkten verkauft. So können sich potenziell krankmachende Erreger leicht verbreiten.

Konsum tierischer Produkte beeinflusst Zoonose-Risiko

Laut der World Organisation for Animal Health stammen 75 Prozent aller neu auftretenden Infektionskrankheiten von Tieren. [2] Schon im Jahr 2004 benannte die Weltgesundheitsorganisation die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten als eine Hauptursache für die Entstehung von Zoonosen [3]. COVID-19, die Vogelgrippe H5N1, die SARS-Pandemie, das MERS-CoV, das gefährliche Ebolafieber, unzählige Opfer durch multiresistente Keime und sogar Aids – sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: die Ausbeutung von Tieren [4]. Das Risiko für die Entstehung neuer Zoonosen lässt sich somit durch eine vegane Ernährung minimieren.

Was Sie tun können

Steigen Sie mit unserer Unterstützung auf die vegane Ernährungsweise um.



[1] ZEIT ONLINE: Teile von Peking wegen neuer Corona-Infektion abgeriegelt, https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-06/corona-ausbruch-china-peking-abriegelung-neuinfektionen-fleischmarkt, (eingesehen am 17.06.2020)
[2] One Health: OIE – World Organisation for Animal Health,  www.oie.int/en/for-the-media/onehealth/, (eingesehen am 17.03.2020)
[3] WHO/FAO/OIE (2004): Report of the WHO/FAO/OIE joint consultation on emerging zoonotic diseases. https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/68899/WHO_CDS_CPE_ZFK_2004.9.pdf?fbclid=IwAR2ha8hDMHV8gDJYEadsk7-lxLS84Z3kSlq3E4-zG5kaWUh1Xc5vgJhTsJ4. (eingesehen am 28.04.2020)
[4] Bundesministerium für Bildung und Forschung (2020): Gefährliche Eindringlinge – Droht nach der Schweine- und Vogelgrippe in Zukunft eine Fledermausgrippe?, https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/gefahrliche-eindringlinge-droht-nach-der-schweine-und-vogelgrippe-in-zukunft-eine-3200.php, (eingesehen am 17.6.2020)

 
 

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