Delfinarium-Bau in Budapest verhindern – bitte helfen Sie jetzt!

Delfinarium

Delfinarien sind für hochintelligente, sensible Meeressäuger nichts anderes als enge und karge Betonbecken. Die sozialen Säugetiere werden in diesen Einrichtungen ausgebeutet,  jegliches natürliches Verhalten und Bedürfnis wird ihnen darin abgesprochen. (1) Dennoch plant der Betreiber des Tropicarium in Budapest, Thomas Farkasdi, die von ihm geleitete Anlage um ein Delfinarium zu erweitern. Obwohl die Einrichtung bereits zu einer der besucherstärksten in Ungarn zählt, wird der Delfinarienbau vor allem als Tourismusmagnet beworben. Hierfür sei Farkasdi bereits mit Betreibern von anderen Marine Parks, wie SeaWorld in Orlando, im Austausch (2).

Delfin Sea World San Diego

Verbot seit 27 Jahren

In Ungarn gilt seit 1992 ein Importverbot von Delfinen. Die Verordnung wurde nach dem Tod zweier Delfine eingeführt, die beim und infolge des Transports in das ungarische Delfinarium starben. (2) Thomas Farkasdi stellt diese Entscheidung zugunsten seiner kommerziellen Interessen und zur Unterhaltung zahlender Besucher, denen das große Leid der Tiere in diesen Einrichtungen zumeist nicht bewusst ist, in Frage.

Unterschreiben Sie unsere Petition an die ungarische Tourismusagentur

Als Reaktion auf die Pläne des Tropicarium-Betreibers, seine Aquarium-Anlage um ein Delfinarium zu erweitern, fordern wir die ungarische Tourismusagentur (Magyar Turisztikai Ügynökség) auf, den Bau eines Delfinariums in Budapest auf keinen Fall zu unterstützen. Bitte appellieren Sie an die Tourismusagentur, ein Delfinarium nicht als Tourismusattraktion zu bewerben.

Die Petition richtet sich an den Geschäftsführer der ungarischen Tourismusagentur Magyar Turisztikai Ügynökség.

Online Petition

Please cease all support of plans to add a dolphinarium in Hungary

Dear Dr Guller,

I'm writing to request that Magyar Turisztikai Ügynökség cease all support – both direct and indirect – of plans to add a dolphinarium to the Tropicarium aquarium in Budapest.

In the wild, dolphins swim vast distances of up to 50 miles a day alongside their friends and family members, playing and exploring new territory together. But dolphins in captivity, who are confined to small, barren concrete tanks, float listlessly all day long. Individuals in these artificial settings and often incompatible pairings and groups frequently engage in repetitive, compulsive activity known as "stereotypic behaviour" – a sign of severe distress caused by captivity.

Furthermore, dolphins communicate over vast distances using sonar – and in marine parks, it literally bounces off the walls. This experience is like being in a hall of mirrors and having one's reflection thrown back at oneself from all directions. Dolphins become physically ill from being in captivity, and it's not uncommon for them to receive treatment for ulcers and depression.

Marine parks' business models have required that trainers sexually stimulate males and forcibly impregnate females so that their calves can be displayed for profit in tiny concrete tanks. These individuals are born and raised in captivity, denied the opportunity ever to experience their natural habitat. The conditions they're forced to live in have led to the premature death of many dolphins.

No one with a conscience can support such wantonly cruel treatment of intelligent ocean-going mammals. Following the documentary Blackfish in 2013, marine parks lost business partners, stockholders, and visitors. Consumers have become more aware than ever that these facilities are pure hell for animals and are no longer supporting them – and as a result, marine parks' profits are plummeting around the world.

By the early 1990s, in response to the public outcry against such facilities, the UK Parliament implemented standards for dolphinariums, but none of the affected facilities were able to meet them. In Poland, the Ministry of Environment decided twice – once in 2015 and again in 2016 – against the opening of a dolphinarium in Mszczonów (near Warsaw). And the Greek Ministry of Education holds that dolphinariums fail to comply with its educational principles encompassing protection of and respect for the environment. PETA Germany shares its perception that dolphinariums encourage irresponsible attitudes and behaviour.

Countries which have outlawed the capture of cetaceans include Bolivia, Brazil, Chile, Costa Rica, Croatia, Cyprus, Great Britain, Hungary, India, Luxembourg, Nicaragua, Norway, Poland, Slovenia, and Switzerland. In the US, New York and South Carolina have outlawed keeping cetaceans captive.

While existing marine parks can never atone for the harm that they've done, rather than increasing the size of their tanks or building new ones (as proposed by Tropicarium director Thomas Farkasdi), they should instead dedicate their resources towards creating coastal sanctuaries. There, the animals they've imprisoned can have some semblance of a natural life – something they've been denied for so long.

Captivity is literally killing animals at marine parks. I urge Magyar Turisztikai Ügynökség to take a stand against the public display of dolphins in Hungary and thereby present the country as a pioneer and worldwide leader in ending the cruel practice of keeping cetaceans captive.

Yours sincerely,

 

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Sehr geehrter Herr Dr. Guller,

mit meinem Schreiben fordere ich die ungarische Tourismusagentur, Magyar Turisztikai Ügynökség, eindringlich auf, die Pläne für ein Delfinarium im Tropicarium-Aquarium von Budapest weder direkt noch indirekt zu unterstützen.

In freier Wildbahn legen Delfine weite Strecken von bis zu 80 km am Tag zurück. Sie schwimmen gemeinsam mit ihren Freunden und Familienmitgliedern, spielen und erkunden neue Gebiete. In Gefangenschaft hält man Delfine in kleinen, kahlen Betonbecken. Die Tiere liegen den ganzen Tag ohne jegliche Anregung im Wasser. In diesem künstlichen Umfeld zeigen Tiere, die teils in nicht kompatiblen Gruppen oder Paaren zusammengehalten werden, häufig ein sich ständig wiederholendes Zwangsverhalten, auch bekannt als „stereotypes Verhalten“ – ein deutliches Anzeigen auf starkes, durch die Gefangenschaft ausgelöstes Leid.

Hinzu kommt, dass Delfine über weite Strecken über Schallwellen miteinander kommunizieren. In ihren kleinen Becken in Delfinarien prallen die Schallwellen an den Wänden ab. Das fühlt sich in etwa so an, als würde man in einem Spiegelkabinett stehen und das eigene Spielbild würde aus allen Richtungen auf einen zurückgeworfen. Die Gefangenschaft macht Delfine körperlich krank. Nicht selten müssen sie wegen Geschwüren und Depressionen behandelt werden.

Das Geschäftsmodell von Delfinarien verlangt es, dass Trainer männliche Tiere sexuell stimulieren und weibliche Tiere zwangsbefruchten, damit später Kälber in winzigen Betonbecken ausgestellt werden und Profite einbringen können. Diese Individuen kommen in Gefangenschaft zur Welt. Sie wachsen in Gefangenschaft auf. Und man nimmt ihnen jegliche Möglichkeit, zu erfahren, wie sich ein Leben in ihrem natürlichen Lebensraum anfühlt. Durch die Bedingungen der Gefangenschaft sind bereits zahlreiche Delfine frühzeitig verstorben.

Niemand, der über ein Gewissen verfügt, könnte eine derart schamlose Form der Tierquälerei an intelligenten Meeressäugern unterstützen. Nach Veröffentlichung des Dokumentarfilms Blackfish im Jahr 2013 verloren Meeresparks und Delfinarien ihre Geschäftspartner, Aktionäre und Aktionärinnen sowie unzählige Besucher/-innen. Die Menschen sind sich heute mehr denn je darüber bewusst, dass solche Parks für die Tiere ein reiner Albtraum sind. Deshalb möchten sie die Einrichtungen nicht mit ihrem Geld unterstützen – und so brechen die Umsatzzahlen von weltweit ein.

Anfang der 1990er Jahre mehrte sich der Widerstand gegen Delfinarien und ähnliche Einrichtungen. Als Reaktion darauf führte das britische Parlament Standards für Delfinarien ein – die jedoch keine der betroffenen Einrichtungen erfüllen konnte. In Polen entschied das Umweltministerium ganze zwei Mal – 2015 und 2016 – gegen die Eröffnung eines Delfinariums in Mszczonów (nahe Warschau). Und das griechische Bildungsministerium ist der Ansicht, dass Delfinarien nicht den Bildungsprinzipien entsprechen, da diese den Respekt vor und Schutz der Umwelt umfassen. Auch PETA Deutschland ist der Auffassung, dass Delfinarien verantwortungslose Einstellungen und Verhaltensweisen bei Besuchern fördern.

Viele Länder haben das Einfangen von Walen und Delfinen bereits verboten, z.B. Bolivien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Kroatien, Zypern, Großbritannien, Ungarn, Indien, Luxemburg, Nicaragua, Norwegen, Polen, Slowenien und die Schweiz. In den USA ist es in New York und South Carolina verboten, die Tiere gefangen zu halten.

Bestehende Meeresparks haben bereits viel Leid verursacht, das nicht rückgängig gemacht werden kann. Doch anstatt nun ihre Becken zu vergrößern oder neue zu bauen (wie vom Direktor des Tropicarium, Thomas Farkasdi, vorgeschlagen), sollten sie ihre Ressourcen vielmehr darauf verwenden, betreute Meeresbuchten zu fördern. Dort können die von ihnen eingesperrten Tiere ein Leben erfahren, das einem Leben in Freiheit zumindest wesentlich näherkommt – etwas, das ihnen schon so lange verwehrt wurde.

Die Gefangenschaft in Delfinarien tötet – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich fordere Magyar Turisztikai Ügynökség deshalb auf, sich klar gegen die öffentliche Ausstellung von Delfinen in Ungarn zu positionieren. Repräsentieren Sie Ungarn als Pionier und weltweiter Vorreiter, indem Sie sich gegen die grausame Gefangenschaft von Walen und Delfinen positionieren.

Mit freundlichen Grüßen

Delfine in Freiheit

In Freiheit leben Delfine in großen Sozialverbänden, schwimmen am Tag bis zu 100 Kilometer weit und tauchen bis zu 300 Meter tief. Im Ozean spüren Delfine die Strömungen, spielen mit den Wellen, jagen in Gruppen und führen ein selbstbestimmtes Leben. Im Delfinarium hingegen sind sie von Betonwänden umgeben, schwimmen in künstlichem Salzwasser und werden mit toten Fischen belohnt, wenn sie brav ihre Kunststücke vorführen.

Delfinarien sind keine wissenschaftlichen Einrichtungen, sondern eine bildungspolitische Lüge. Den Zuschauern, insbesondere Kindern, wird vermittelt, dass es normal ist, intelligente Tiere in enge Becken einzusperren, ihnen alles zu nehmen, was ihr Leben in Freiheit ausmacht, damit sie für uns Kunststücke vorführen, die nichts über ihr artgerechtes Verhalten zeigen.

Was Sie tun können

Bitte unterschreiben Sie unsere Petition an die ungarische Tourismusagentur Magyar Turisztikai Ügynökség und bitten Sie diese, einen möglichen Delfinarienbau auf keinen Fall zu unterstützen.


Quellen:
(1) Sally Kestin, “Not a Perfect Picture,” Sun-Sentinel, 16 May 2004.
(2) https://dailynewshungary.com/hungary-to-open-its-first-dolphinarium-in-budapest/
(3) https://armenianweekly.com/2011/01/05/yerevan-dolphinarium-opens-amid-protests/