Alzheimer und Demenz

 



Was ist Demenz?
Degenerative Gehirnerkrankungen, die langfristig zu Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen führen, werden auch als Demenz bezeichnet.
Etwa acht Prozent der über 65-jährigen Menschen leiden nach und nach immer stärker an Demenz. Die Ursachen dafür sind meist Morbus Alzheimer und eine vaskuläre Demenz, die wiederum sehr stark auf eine falsche Ernährungsweise zurückzuführen sind.

Die Rolle der Ernährung bei Demenz
Zahlreiche Studien zeigen, dass Antioxidantien wie Vitamin E und Vitamin C das Risiko einer Erkrankung senken. Weiterhin sind auch ungesättigte Fettsäuren, Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 wichtig, um das Alzheimer-Risiko zu reduzieren. Gerade Gemüse und Obst gehören zu den Hauptlieferanten von Vitaminen und Mineralstoffen.
Hingegen gelten trans-Fettsäuren und gesättigte Fettsäuren, die verstärkt in Fleisch und anderen tierischen Produkten enthalten sind, als Risikofaktoren für Alzheimer und Demenz. Fleischverzehr begünstigt zudem Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose oder Bluthochdruck, die ebenfalls zu den Risikofaktoren für Demenz gehören.
Bei der Entstehung von Demenz ist häufig eine falsche Ernährungsweise beteiligt. Aus der Adventist Health Study mit 272 Teilnehmern ging hervor, dass Vegetarier ein sehr viel geringeres Risiko aufweisen, an Demenz zu erkranken, als Fleisch essende Menschen. Menschen, die regelmäßig und bereits seit langer Zeit viel Fleisch und Fisch zu sich nahmen, wiesen ein dreifach erhöhtes Alzheimer-Risiko auf.

Quelle:
Leitzmann und Keller (2010): Vegetarische Ernährung, S. 174f

Eine Studie von Charles Sanders von der Vanderbilt University in Nashville, die im Fachjournal „Science“ veröffentlicht wurde, wies den Zusammenhang von Cholesterin und Alzheimerentstehung nach.
Beta-Amyloid ist ein Protein, das durch die Anlagerung von Cholesterin an ein Vorläuferprotein erzeugt wird. Beta-Amyloid soll Nervenzellen abtöten und Plaque bilden, was zur Entstehung von Alzheimer führt. Um die Entstehung des schädlichen Beta-Amyloids zu verhindern, sollte daher weniger Cholesterin in den Organismus gelangen.
Der menschliche Organismus bildet selbst Cholesterin und auch alle tierischen Produkte enthalten Cholesterin. Da die Eigenproduktion nicht so einfach zu beeinflussen ist, könnte man einfach zu einer Ernährung raten, die frei von tierischen Produkten ist. Alzheimer betrifft uns in jungen Jahren zwar noch nicht, doch es kann nicht schaden auch an die Zukunft zu denken.

Originalstudie:
„The Amyloid Precursor Protein Has a Flexible Transmembrane Domain and Binds Cholesterol“, Paul J. Barrett et al.; Science, DOI: 10.1126/science.1219988

PETAs Empfehlung zu Alzheimer-Prävention:

Halten Sie Ihren Geist fit! Weitere Studien zum Thema finden Sie hier:
Okereke et al. (2012): Dietary fat types and 4-year cognitive change in community-dwelling older women. In: Annals of Neurology, Volume 72, Issue 1, S. 124–134. Unter: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ana.23593/abstract


Essen Sie viel Gemüse, da dieses wichtige Vitamine enthält.
  • Essen Sie Obst.
  • Nehmen Sie keine Lebensmittel zu sich, die viele gesättigte Fettsäuren oder trans-Fettsäuren enthalten (z.B. Fleischprodukte, Eier).

     

    LINK: Gesundes Ernährungsverhalten