Elf Hühner sterben bei Stallbrand in Märkisch Luch – PETA erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Potsdam

Märkisch Luch / Potsdam / Stuttgart, 9. März 2018 – Kein Entkommen: Einem Polizeibericht zufolge starben vergangenen Dienstag elf Hühner bei einem Brand in Märkisch Luch. Wegen der Frosttage hatte die Halterin ein Grablicht in den „Hühnerstall“ – einen umfunktionierten Wohnanhänger – gestellt, das umkippte. Damit hat sie den Tod der Tiere billigend in Kauf genommen. PETA hat bei der Staatsanwaltschaft Potsdam Strafanzeige gegen die Hühnerhalterin erstattet. Die Tierrechtsorganisation dankt den am Einsatz beteiligten Feuerwehrleuten sowie allen Helfern, die sich für die Rettung der Tiere eingesetzt haben.
 
„Jedes Tier, das bei einem Brand im Stall stirbt, wurde grob fahrlässig getötet“, so Dr. Edmund Haferbeck, Agrarwissenschaftler und Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA. „Auch Privatpersonen, die Tiere zu Ernährungszwecken halten, gehen oft extrem fahrlässig mit ihnen um.“
 
In der Vergangenheit kritisierte PETA wiederholt die bestehenden Brandschutzverordnungen, da ein Schutz der Tiere sowohl in der industriellen Landwirtschaft als auch in der Privathaltung so gut wie nicht geregelt ist. Zudem werden selbst diese unzureichenden Schutzmaßnahmen in der Praxis meist nicht umgesetzt.

PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht da sind, um für Ernährungszwecke ausgebeutet zu werden. Hühner sind sehr soziale Tiere, die in einer natürlichen Umgebung auf Wiesen und Feldern nach Nahrung suchen würden. Genau wie andere Vögel legen sie Eier, um sich fortzupflanzen. Während es ursprünglich nicht mehr als 30 Eier im Jahr waren, legt eine Henne in der Landwirtschaft durch die massive Qualzucht heutzutage jährlich bis zu 300 Eier oder mehr. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass eine Vielzahl an pflanzlichen Ei-Alternativen zur Verfügung steht.
 
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