Erfolg! Mutterkonzern von Obela Hummus beendet Tierversuche

Tierversuche
Hummus bildet in der veganen Ernährungspyramide zwar keine eigene Kategorie, ist aus dem Alltag eines jeden Feinschmeckers jedoch kaum wegzudenken. Doch leider hatte unser heißgeliebter Dip bisher eine grausame Verbindung zu Tiermissbrauch.

Die Strauss Group ist der zweitgrößte Lebensmittel- und Getränkekonzern Israels und der Mutterkonzern der auch in Deutschland beliebten Hummus-Marke Obela. Nach Gesprächen mit PETA USA hat die Strauss Group nun eine neue Firmenpolitik veröffentlicht, nach der Experimente an Tieren nun der Vergangenheit angehören. [1]

Hummus-Fans können sich also freuen:

Der Einkauf von Obela-Hummus trägt künftig nicht mehr dazu bei, dass Tiere ausgehungert, vergiftet und getötet werden.

In der Vergangenheit hatten Experimentatoren mit finanzieller Förderung durch die Strauss Group an der Hebräischen Universität in Jerusalem verschiedene Tierversuche durchgeführt. Mäuse erhielten eine fettarme, fettreiche oder ketogene Ernährung und mussten am Ende des Versuchs 12 Stunden lang hungern, bevor sie getötet und seziert wurden. Manche Tiere ließen die Experimentatoren acht Wochen lang täglich 20 Stunden am Tag hungern.

Für die gewünschten Erkenntnisse hätten statt Tierversuchen auch tierfreie Methoden angewandt werden können, auch Studien mit Freiwilligen sind hier sinnvoll. Es ging in den Tests lediglich um gängige, ungiftige Lebensmittelinhaltsstoffe – diverse auf diese Weise durchgeführte Studien wurden bereits veröffentlicht.

PETA appelliert an alle Lebensmittel- und Getränkehersteller, die noch immer auf grausame, archaische Tierversuche setzen, dem wegweisenden Beispiel der Strauss Group zu folgen. Es gibt heutzutage wesentlich bessere Methoden als diese grausamen Praktiken.

Mit der Entscheidung gegen Tierversuche reiht sich die Strauss Group nun in eine wachsende Liste dutzender großer Lebensmittelkonzerne ein, die das Grauen im Labor in Zusammenarbeit mit PETA USA ebenfalls beendet haben.


PETA USA kontaktierte viele dieser Unternehmen, weil Dokumente zeigten, dass Tiere ausgehungert, vergiftet, misshandelt und getötet wurden. In solch grausamen Experimenten litten und starben über die Jahrzehnte tausende Tiere. Und all das nur, damit Unternehmen mit bestimmten Marketing-Begriffen werben konnten. Die Produkte, für die Tierversuche gemacht wurden, reichten von Nudeln über Schokoriegel bis hin zu Frühstücksflocken oder Alkohol.

Was Sie tun können

Geben Sie Unternehmen Feedback!

Wenn ein Lebensmittel- oder Getränkeunternehmen nicht auf unserer Liste aufgeführt ist, senden Sie dem betreffenden Hersteller eine E-Mail und fragen Sie, ob das Unternehmen Tierversuche finanziert, durchführt oder in Auftrag gibt. Die Meinung der Kunden ist wichtig und kann dazu beitragen, dass sich immer mehr Unternehmen offiziell gegen Tierversuche aussprechen.

Wenn ein Unternehmen die Teilnahme an Tierversuchen bestätigt, teilen Sie uns dies bitte unbedingt mit.



[1] Strauss Group (13.11.2019): Animal Welfare Charter, https://www.strauss-group.com/wp-content/blogs.dir/3/files/sites/3/Animal-welfare-Charter-13.11.2019-3.pdf, zuletzt eingesehen am 17.01.2020

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Unsere Blogbeiträge zu den Themenbereichen Tierrechte und Veganes Leben werden von Mitarbeitern von PETA Deutschland und externen Co-Autoren verfasst.