Erfolg! PETA und EPA-Wissenschaftler retten hunderte Vögel

Das PETA International Science Consortium Ltd. und die US-Umweltschutzbehörde (EPA) konnten hunderte Vögel davor bewahren, in Pestizidversuchen gequält und getötet zu werden.

In einem wissenschaftlichen Artikel untersuchten die beiden Organisationen Datenmaterial aus 20 Jahren [1]. Es ging darin um einen Pestizidtest, in dem Vögel über mehrere Tage mit pestizidversetzter Nahrung gefüttert und anschließend die gesundheitlichen Auswirkungen beobachtet werden, z. B. Erbrechen oder gar Tod. Danach werden auch die überlebenden Tiere getötet. Die Autoren des Artikels fanden heraus, dass es keinen einzigen Fall gab, in dem dieser Test ein Risiko aufgedeckt hätte, das nicht auch in anderen vorgeschriebenen Tests aufgefallen wäre. So kann sich die EPA darauf verlassen, die Umwelt zu schützen, ohne dass dafür Vögel in diesem grausamen Versuch vergiftet werden müssen.

Neue Richtlinien retten hunderte Tiere

Anhand der neuen Erkenntnisse hat die EPA einen Richtlinienentwurf vorgelegt, wonach Unternehmen nicht mehr zur Durchführung des Tests verpflichtet wären [2]. Das rettet hunderten Stockenten und Virginiawachteln pro Jahr das Leben – und spart zudem Zeit und Steuergelder. Diese Ressourcen sollten in die Weiterentwicklung tierfreier Methoden investiert werden, die Auswirkungen von Chemikalien auf Mensch und Umwelt schneller und zuverlässiger voraussagen können.

Großer Erfolg in die richtige Richtung

Die Ankündigung erfolgte kurz nach den bahnbrechenden Neuigkeiten der letzten Woche: Die EPA hatte angekündigt, Versuche an Säugetieren ab 2035 nicht mehr zu verlangen und auch nicht mehr finanzieren zu wollen. Vor 20 Jahren konnte PETA USA Tierrechte erstmals auf die Agenda der Behörde setzen. Auch wenn es uns lieber wäre, wenn alle Tierversuche umgehend und uneingeschränkt abgeschafft würden, so ist es doch ein großer Erfolg, dass nun eine US-amerikanische Regulierungsbehörde erstmals so etwas in Aussicht stellt. Die Leitung der EPA gab jetzt bekannt, dieses gemeinsame Projekt zur Rettung der Vögel sei nach der jüngsten Weisung zur Reduzierung von Tierversuchen innerhalb der Behörde die erste neue Handlung [2]. Wir hoffen und kämpfen dafür, dass es nicht die letzte sein wird. Die Wissenschaftler von PETA USA werden auch weiterhin mit der EPA und anderen Regulierungsbehörden zusammenarbeiten, damit Tierversuche bald ein für alle Mal der Vergangenheit angehören.

Was Sie tun können

Momentan haben Sie zusätzlich eine außergewöhnliche Chance: Noch bis zum 31. Oktober 2019 läuft unsere weltweite Kampagne „Tierversuche stoppen!“, mit der wir unseren Einsatz gegen diese grausame Industrie verstärken wollen. Jede Spende wird bis zu einem Zielbetrag von 600.000 Euro verdoppelt! Mit Ihrer Spende können wir unter anderem weitere Tierquälerei in Versuchslaboren aufdecken, die tierversuchsfreie Forschung fördern und Kampagnen gegen Unternehmen führen, die Tierversuche durchführen. Bitte nutzen Sie deshalb heute die Chance, Ihre Spende zu verdoppeln – noch bis zum 31. Oktober 2019!


[1] Hilton, G. M. et al. (2019): Evaluation of the avian acute oral and sub-acute dietary toxicity test for pesticide registration. Regulatory Toxicology and Pharmacology, vol. 105, pp. 30-35
[2] EPA: EPA Releases Draft Policy to Reduce Pesticide Testing on Birds (17.09.2019). URL: https://www.epa.gov/newsreleases/epa-releases-draft-policy-reduce-pesticide-testing-birds (abgerufen am 17.09.2019)