„Es ist doch nur eine Ratte!”

„Lass uns weitergehen, das ist nur eine Ratte!“, erklärte meine Freundin, als ich mich mit ein paar anderen Passanten um eine kranke Ratte am Straßenrand kümmern wollte.

„Aber es war doch nur eine Ratte!“, verteidigte sich unser Hausmeister, nachdem er eine Ratte im Keller gefunden und vergiftet hatte.
Wahrscheinlich kennen auch Sie Sätze dieser Art. Vielleicht sogar von sich selbst.

Nur eine Ratte.

Nur eine Maus.

Nur eine Taube.

Nur ein Schwein.


Die Liste ließe sich endlos weiterführen.

Kein Mensch würde auf die Idee kommen, zu sagen: „Das ist doch nur ein Hund! Lass ihn einfach verletzt am Straßenrand liegen.“ Es würde auch kein gesunder Mensch eine Katze vergiften. Woran liegt es also, dass dieses Verhalten bei Tieren, wie Ratten und Mäusen, gesellschaftlich toleriert wird?

Das Kategorisieren von Tieren

Schon von Kindheit an wurden wir darauf trainiert, Tiere in bestimmte Kategorien einzuordnen: Dieses Tier lieben wir, dieses töten wir. Dieses Tier ist faszinierend, dieses ist ekelhaft. Dieses Tier darf mit auf dem Sofa liegen, dieses wird tiefgefroren. Wir Menschen haben Begriffe wie „Nutztier”, „Haustier”, „Zirkustier”, „Versuchstier” und so weiter erfunden, um das Quälen und Töten bestimmter Tiere legitimieren zu können.

Wenn wir in ein Schnitzel beißen oder eine tödliche Mausefalle aufstellen, gaukeln wir unserem Gewissen vor, alles würde mit rechten Dingen zugehen. Aber macht es wirklich einen Unterschied, welches Tier leidet?
 

Imaginäre Grenzen sprengen

Sprengen Sie die Grenzen zwischen den verschiedenen Tierkategorien und öffnen Sie Ihr Herz für alle Tiere. Denn wir alle sind Bewohner auf diesem Planeten und kein Lebewesen, welche äußeren Merkmale es auch immer schmücken, verdient es, von uns gequält, ausgebeutet oder getötet zu werden.

In der heutigen Zeit ist das auch gar nicht mehr nötig: Wir haben das Wissen, wie verletzten Tieren geholfen werden kann, können Lebendfallen kaufen oder selber bauen, wenn ein Nager in unseren Keller gelangt. Wir können auf tierversuchsfreie vegane Kosmetik zurückgreifen und anstatt Fleisch, Fisch oder andere Produkte tierischen Ursprungs zu kaufen, können wir köstliche pflanzliche Alternativen wählen. Lassen Sie uns alle an einem Strang ziehen, um die Erde zu einem schöneren Platz für die Tiere zu machen. Jeder mitfühlende Schritt zählt.

Unsere Autoren

Isabella Binder

Als Grafikerin und Content Producer kämpft Bella für die Rechte ALLER Tiere.