Warum wahre Feministen weder Eier noch Käse essen

Feminismus vegan
Die Feminismusbewegung setzt sich für die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen ein. Jedoch sollten wir das Thema Frauenrechte nicht nur auf die Menschen beziehen. Denn jeden Tag werden unzählige weibliche Tiere wie Kühe und Hennen nur aufgrund ihrer weiblichen Eigenschaften ausgebeutet und getötet.

Milch und Eier sind sexistische Produkte

Sogenannte Milchkühe und Legehennen werden genau auf die Weise diskriminiert, gegen die der Feminismus ankämpft. Sie werden in der landwirtschaftlichen Tierhaltung ausgebeutet, gerade weil sie weiblich sind. Nur deshalb können Kühe schwanger werden sowie Muttermilch geben und Hennen Eier legen.

Man sollte sich diese Prozedur einmal beim Menschen vorstellen: Kühe werden etwa einmal im Jahr künstlich besamt, indem ein Landwirt oder Tierarzt seinen gesamten Arm in das Rektum sowie eine Kanüle mit Sperma in die Scheide des Tieres steckt. Nach der Geburt wird den Kühen ihr Kalb meist sofort weggenommen und sie können ihr eigenes Kind nicht mal einen Tag lang versorgen. Dann wird ihnen die Muttermilch weggenommen, bis sie nach durchschnittlich vier bis fünf Jahren für den Betrieb nicht mehr rentabel sind und im Schlachthaus getötet werden. Oft sind die Kühe durch die dauerhafte Haltung im Stall und die Überzüchtung für eine extrem hohe Milchleistung ausgemergelt und krank. Das gleiche gilt auch für Ziegenmilch und Schafsmilch. 
 
Feminismus Milch
In der Eierindustrie ergeht es den Hennen keinen Deut besser: Sie wurden so überzüchtet, dass sie über 300 Eier im Jahr legen. Ursprünglich legen Ursprungsrassen nur ca. 20 Eier im Jahr, und zwar ausschließlich zur Fortpflanzung. Sie brüten ihre Küken liebevoll aus und umsorgen diese. Die Hennen, die heute als Legehennen missbraucht werden, können dies nicht tun. Die Eier werden ihnen direkt nach dem Legen weggenommen und die Küken schlüpfen anonym in Brutschränken. Die Hennen in den Legebetrieben werden nach ca. 1,5 Jahren für die Betriebe nicht mehr rentabel und auch sie erwartet dann ein grausamer Tod im Schlachthaus.
 
Feminismus Eier
Daher sind Milch und Eier nicht nur Tierqualprodukte, sondern unterstützen auch Sexismus.

Deshalb sind Feministen besonders in der Pflicht

In Zeiten, in denen Feminismus großgeschrieben wird, darf dieser nicht bei den Tieren halt machen. Kühe oder Hennen können sich nicht für ihre Rechte stark machen und etwas gegen den Missbrauch tun, der ihnen täglich widerfährt. Deshalb brauchen Tiere unsere Stimmen! Aber natürlich nicht nur die weiblichen:

Auch männliche Tiere erleben großes Leid aufgrund ihres Geschlechts in der landwirtschaftlichen Tierhaltung. So werden männliche Küken direkt nach der Geburt vergast und die meisten männlichen Kälber, Böcke und Lämmer nur wenige Monate nach ihrer Geburt getötet – nur, weil sie nicht weiblich sind und somit für die Milch- oder Eierindustrie nicht rentabel sind. Für die Befruchtung der weiblichen Tiere wird den „Zuchtbullen“ und einigen Hähnen regelmäßig Samen abgezapft.

Was Sie tun können

Um Tiere vor dem Elend der Milch- und Eierindustrie zu bewahren, hilft eine vegane Ernährung. Denn wie bei allen Dingen bestimmt die Nachfrage das Angebot. Greifen Sie lieber zu rein pflanzlichen Produkten wie Pflanzenmilch, Käse- oder Ei-Alternativen. Beim Einstieg helfen wir gerne mit unserem kostenlosen Veganstart-Programm – einfach anmelden und wir senden Ihnen 30 Tage lang täglich leckere vegane Rezepte und Informationen rund um eine tierfreundliche Ernährung zu.


Wenn Sie einen Garten oder Hof haben, können Sie auch Hennen und Kühe vor dem sicheren Tod im Schlachthaus retten. Verschiedene Vereine bieten die Vermittlung von „ausgedienten“ Tieren aus der Eier- und Milchindustrie an.