Ferienspaß ohne Tierleid in Holzwickede: PETA bittet Veranstalter des Ferienprogramms, das Angeln aus dem Programm zu nehmen

Fische sind kein Spielzeug für Kinder

 
Holzwickede / Stuttgart, 14. Juni 2018 – Laut dem Ferienprogramm der Gemeinde Holzwickede sollen Kinder und Jugendliche Ende August Jagd auf Fische machen dürfen. PETA wandte sich nun an die Veranstalter des Ferienprogramms in Holzwickede und dem Kreis Unna. In ihrem Schreiben bat die Tierrechtsorganisation die Verantwortlichen, das Angeln aus dem Programm zu streichen und keine Aktivitäten anzubieten, die das Jagen und Töten von Tieren bewerben und banalisieren.
 
„Kinder sollten lernen dürfen, wie man anderen Lebewesen – egal ob Mensch oder Tier – mit Freundlichkeit und Respekt begegnet“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Beim Angeln hingegen lernen Kinder, wie man friedliche Tiere in eine Falle lockt, ihnen einen Haken durch den Mund bohrt, sie Angst und Atemnot aussetzt und tötet.“
 
Dass Kindern tierfreundlich Wissen über die sensiblen Lebewesen vermittelt werden kann, zeigen beispielsweise Projekte wie das des Naturkindergartens auf der Ludwigsaue. Im Rahmen eines „Putztags“ haben die Kinder das Rheinufer unter anderem von Angelhaken befreit und wurden nun von PETA mit der Urkunde „Helden für Tiere“ ausgezeichnet. „Viele Kinder haben Mitgefühl mit Fischen. Doch durch die Verharmlosung der Jagd auf Fische lernen sie, ihre Empathie zu unterdrücken“, fürchtet Breining.
 
Heute wissen wir, dass ein Fisch ein „Jemand“ ist und kein „Etwas“. Fische haben ein komplexes Sozialleben und schließen teils enge Freundschaften. Manche Fische singen wie Vögel in der Morgendämmerung im Chor, andere schützen ihre Jungen, indem sie den Nachwuchs bei Gefahr in den Mund nehmen oder wochenlang die Eier bewachen [1]. Vor allem aber: Sie spüren Angst, Stress und Schmerz. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Fazit, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [2]
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten, wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.
 
[1] https://us.macmillan.com/books/9780374714338.
[2] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.
 
Weitere Informationen:
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