Transport von Jagdtrophäen stoppen

Auf der Suche nach dem besonderen Nervenkitzel reisen Hobbyjäger in ferne Länder, um exotische und seltene Tiere zu töten. Auch schätzungsweise 50.000 Deutsche reisen jährlich ins Ausland, um auf Großwildjagd zu gehen. [1] Dabei geht es den Jägern vornehmlich um die Lust am Töten und darum, sich in heimischen Jägerkreisen mit Trophäen zu brüsten. Viele Tiere werden von den Hobbyjägern zunächst nur angeschossen und anschließend stunden- oder sogar tagelang durch die Wildnis gehetzt. Im Juli 2015 sorgte der Tod des Löwen Cecil für weltweite Empörung. Cecil wurde aus der Sicherheit des Hwange Nationalparks in Simbabwe gelockt und mit einer Armbrust von einem Zahnarzt aus Minnesota angeschossen. Durchbohrt von einem riesigen Stahlpfeil schleppte sich der Löwe 40 Stunden lang durch den Busch, bevor er schließlich mit einer Schusswaffe getötet wurde.

Aufgrund dieser Grausamkeiten haben sich viele Fluglinien dafür entschieden, keine Tiere mehr zu transportieren, die von Trophäenjägern getötet wurden. FedEx und UPS bieten den Transport von Jagdtrophäen jedoch weiterhin an.

LINK: BITTE UNTERSTÜTZEN SIE DIE PETITION VON PETA USA
 Hintergrund
PETA fordert sowohl aus ethischen als auch aus Artenschutzgründen ein Verbot der Trophäenjagd. Denn der illegale Handel mit Teilen von geschützten Tieren wird durch die Trophäenjagd begünstigt. Weil „legale“ Trophäen wie Stoßzähne oder Tierhäute im Umlauf sind, fällt es Artenschützern und Behörden schwer, diese von den illegal gejagten Körperteilen zu unterscheiden. Dem Schmuggel, teilweise mit in afrikanischen Herkunftsländern gefälschten Papieren, ist somit Tür und Tor geöffnet.

Des Weiteren sind bei Trophäenjägern in der Regel die stärksten und schönsten Tiere begehrt. Gerade diese Tiere sind aber für die Arterhaltung am wichtigsten, denn sie sorgen in der Regel für Nachkommen und das Überleben einer Art.

Argumente der Trophäenjäger sind Augenwischerei
Die vielen tausend Euro, die Jäger für eine Trophäenjagd ausgeben, landen nicht bei der armen Bevölkerung oder bei einer Nationalparkverwaltung, sondern fast ausschließlich in den Taschen der Reiseveranstalter und Jagdfarmen-Besitzer. Aus einer Wirtschaftsanalyse der Trophäenjagd in Afrika geht hervor, dass gerade einmal 3 % der Einnahmen durch Trophäenjagden bei der lokalen Bevölkerung ankommen. [2] Ein noch geringerer Anteil kommt tatsächlich dem Artenschutz zugute. Der weitaus größte Teil der Touristen möchte eine intakte Tierwelt sehen, davon profitiert auch die Bevölkerung langfristig. In Namibia beispielsweise trägt die Trophäenjagd gerade einmal 0,27 % zum Bruttoinlandsprodukt bei, der Naturtourismus hingegen 4,2 %. [2] Deshalb haben schon einige Länder wie Kenia und Botswana die Trophäenjagd bereits verboten.
 

Was Sie tun können

•    Bitte unterschreiben Sie unsere Petition für ein Importverbot von Jagdtrophäen nach Deutschland.
•    Bitte unterstützen Sie keine Reiseveranstalter, die Jagdreisen und Trophäenjagden anbieten.




Quellen:
[1] Pressebericht Die Welt online (2015): Der Mann, der so gerne große Tiere schießt. http://www.welt.de/vermischtes/article138274109/Der-Mann-der-so-gerne-grosse-Tiere-schiesst.html [zuletzt abgerufen am 3. August 2015]
[2] Campbell, R. (2013): The $200 million question – How much does trophy hunting really contribute to African communities? Economists at Large Pty Ltd. Melbourne, Australia.


Übersetzung des Mustertextes
Betreff: Bitte stellen Sie den Transport von Jagdtrophäen unverzüglich ein
Nachricht: Ich bin entsetzt darüber, dass ein Unternehmen, auf das ich mich jahrelang für geschäftliche und private Transportleistungen verlassen konnte, noch immer den Transport von Jagdtrophäen unterstützt – insbesondere vor dem Hintergrund der Tötung des beliebten Löwen Cecil in Simbabwe. Solange Unternehmen wie Ihres diese Industrie unterstützen, solange werden Trophäenjäger unschuldige Tiere aufspüren, sie aus ihrem sicheren Zuhause locken, sie töten, enthaupten und häuten – und damit komplexe Familienstrukturen zerstören und Partner und Jungtiere alleine und hilflos zurücklassen.
Nur weil etwas noch immer legal ist (auch wenn die Tage der Trophäenjagd sicher gezählt sind), heißt das nicht, dass es auch richtig ist. Ich bin mir sicher, dass Sie die feigen Ausflüge überprivilegierter Jäger, die im Töten eines weiteren Löwen, Elefanten oder anderen Wildtieres für ihre Wohnzimmerwand eine kranke Befriedigung finden, nicht unterstützen möchten. Deshalb appelliere ich an Sie, eine Firmenpolice umzusetzen, die den Transport von Jagdtrophäen untersagt. Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre Mühe.