Fünf Jahre erfolgreich für eine tierfreie Forschung: PETA International Science Consortium feiert Geburtstag

London / Stuttgart, 22. Dezember 2017 – Gerade einmal fünf Jahre alt ist das gemeinsame Kind von PETA Deutschland und ihren Partnerorganisationen aus den USA, Großbritannien, Indien und weiteren Ländern: Trotzdem hat das PETA International Science Consortium mit Sitz in London bereits beeindruckende Erfolge vorzuweisen. Ziel des Zusammenschlusses von Wissenschaftlern der PETA-Partnerorganisationen ist es, Tierversuche in der Forschung abzuschaffen und durch tierfreie Methoden zu ersetzen. Erst in diesem Jahr gelang es dem Wissenschaftskonsortium gemeinsam mit einem Hersteller von Gleitgel, die amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA von Hauttests zu überzeugen, die ohne Tiere, dafür mit menschlichen Freiwilligen, auskommen. Ein Novum, das den Weg auch für andere Unternehmen ebnet, auf tierfreie Tests umzusteigen.
 
„Wissenschaftler der PETA-Partnerorganisationen arbeiten schon seit 37 Jahren daran, Tierversuche zu ersetzen. 2012 hat das zur Gründung des Konsortiums geführt, das speziell wissenschaftliche Fragestellungen bearbeitet“, so Dr. Christopher Faßbender, Wissenschaftlicher Berater des Konsortiums. „Wir freuen uns auf weitere Erfolge, die die Gesundheit der Menschen und der Umwelt schützen – ohne Tiere dabei zu belasten.“
 
Das tierversuchsfreie Gleitgel ist bei weitem nicht der einzige Triumph, auf den die PETA-Wissenschaftler zurückblicken. 2016 beendete die kanadische Regierung nach Gesprächen mit Konsortiums-Vertretern beispielsweise einen Tierversuch, bei dem Hunde ein ganzes Jahr lang mit Pestiziden vergiftet wurden. In Indien schaffte es die Organisation im selben Jahr, dass die Regierung ihre Prüfvorschriften für Medikamente überarbeitete. Überflüssige Arzneimitteltests an Tieren konnten so abgeschafft werden.
 
In Deutschland finanziert das Wissenschaftskonsortium ein Projekt an der Universität Braunschweig, das vielen Pferden das Leben retten könnte. Dabei geht es um die Herstellung eines Diphtherie-Gegengifts, das bisher noch in großem Stil aus dem Blut von Pferden, Eseln und Maultieren gewonnen wird. Dafür leiden und sterben die Tiere in Betrieben in Indien bereits seit über 100 Jahren.
 
Darüber hinaus stellt das Konsortium auch anderen Institutionen Geld, mittlerweile schon mehrere Millionen US-Dollar, zur Förderung tierfreier Testverfahren bereit. Vier Geräte, mit denen die Gefahren von inhalierten Stoffen ohne die Verwendung von Tieren getestet werden können, spendete das Konsortium 2017 an Labore in den USA, Belgien und Großbritannien. Gefördert wird auch die Entwicklung eines 3-D-Gewebemodells zur Untersuchung der Auswirkungen von eingeatmeten Stoffen auf die Lunge.
 
Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen beauftragt PETA USA mehr Wissenschaftler mit der Arbeit an diesen Themen als jede andere Tierschutz- bzw. Tierrechtsorganisation weltweit. Diese Forscher wirken auf eine Zukunft hin, in der zuverlässige Testergebnisse mit modernen Instrumenten erzielt werden, ohne dass Ratten, Kaninchen, Pferde und andere Tiere zu lebenden Testinstrumenten degradiert werden. Für seine Bemühungen, Tierversuche mithilfe von Bildungs- und Schulungsangeboten zu reduzieren, wurde das Wissenschaftskonsortium mit dem Lush Prize 2015 ausgezeichnet.

Weitere Informationen:
Video: Fünf Jahre PISC
PETA.org/Breakthrough-Good-Clean-Love
Veganblog.de/Lush-Prize
Piscltd.org.uk/funding
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de