Spenden
 »  »  »  »  » Gifttier-Haltung in Deutschland

Gifttier-Haltung in Deutschland

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

Giftige Tiere im Internet, im Handel und auf Tierbörsen frei erhältlich

Stand April 2015
Es ist vielen Deutschen zwar nicht bewusst, aber in ihrer direkten Nachbarschaft könnten einige der giftigsten Tiere der Welt leben. Denn die Haltung von Gifttieren ist in Deutschland nicht grundsätzlich verboten. Einige Bundesländer, wie beispielsweise Hessen und Bayern, haben zwar Gesetze, welche die Haltung einschränken oder sogar verbieten, im Großteil des Bundesgebietes jedoch kann jeder nach Belieben Giftschlangen und andere giftige Tiere in der Wohnung halten.

 

Der Biss einer Klapperschlange kann tödlich sein / Foto: Rainer Gräser / pixelio.de
Doch selbst für die Einwohner von Bundesländern, in denen die Haltung eigentlich verboten oder mit Auflagen verbunden ist, gestaltet es sich absolut unproblematisch, an die Tiere heranzukommen. Ob auf Tierbörsen, wie der Terraristika, im Internet oder in Zooländen in anderen Bundesländern – den Verkäufern scheint es egal zu sein, wohin ihre „Schützlinge“ gehen oder wer sie hält. Die kontrollierenden Behörden vor Ort erfahren in einem solchen Fall meist gar nicht, dass ein möglicherweise verbotenes Tier überhaupt gehalten wird.

 

Giftige Tiere in der Aufbewahrung beim Großhändler auf einer Exotenbörse
Durch Testkäufe haben Mitarbeiter von PETA versucht herauszufinden, wie weit private Verkäufer gehen. Die erschreckende Resonanz: Die besuchten Anbieter hätten nicht gezögert, mehrere hochgefährliche Schlangen zu verkaufen; und das obwohl keinerlei Fachwissen nachgefragt oder die künftige Haltung in irgendeiner Form geprüft wurde. Die Giftschlangen wurden zudem in den überprüften Haushalten in ungesicherten Terrarien gehalten. Ein Verkäufer wollte seine Tiere loswerden, weil ihm in den Sinn kam, doch eine andere Schlangenart halten zu wollen. Für viele Menschen stillt der Erwerb von gefährlichen Tieren offensichtlich eine Art „Sammelleidenschaft“ – den Drang, etwas ganz Besonderes zu „besitzen“.

Wo die Regierung bei sogenannten Kampfhunden oft eine unverhältnismäßig harte Linie fährt, fehlen hier konkrete und einheitliche Gesetze. Für nicht-domestizierte Wildtiere kann eine Gefangenschaftshaltung niemals artgerecht sein. Zudem stellt die Haltung immer eine Gefahr für die Allgemeinheit dar, wie Ausbrüche und sogar Todesfälle zeigen.

Bitte lesen Sie HIER, warum sich PETA für ein grundsätzliches Haltungsverbot von Reptilien und Amphibien ausspricht, und nehmen Sie an unserer Online-Petition teil: