Heidelberg: Zwei Katzen durch Säure verletzt – PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise

Heidelberg / Stuttgart, 28. Januar 2020 – Suche nach mutmaßlichem Tierquäler: Einer Polizeimeldung zufolge bemerkte ein Katzenhalter aus der Schmitthennerstraße in Heidelberg am frühen Sonntagmorgen, dass sein zurückkehrender Kater eine klebrige Flüssigkeit am Kopf sowie ein eitriges Auge hatte. Der Kater musste aufgrund erheblicher Verletzungen in einer Tierklinik behandelt werden. Am gleichen Morgen bemerkte eine Frau aus dem benachbarten Brennerweg bei einer weiteren Katze eine derartige Flüssigkeit auf dem Fell. In der Tierklinik wurden bei dieser Samtpfote nur leichte Verletzungen festgestellt. Möglicherweise wurden beide Tiere mit einer säureähnlichen Flüssigkeit übergossen. Das Polizeirevier Heidelberg-Süd bittet unter der Telefonnummer 06221-34180 um Zeugenhinweise.
 
PETA setzt Belohnung aus
Um den mutmaßlichen Tierquäler zu finden, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den Unbekannten überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.
 
„PETA verzeichnet fast täglich Fälle, bei denen Katzen mit ätzenden Flüssigkeiten übergossen, mit Luftdruckwaffen, Schrot oder Sportpfeilen beschossen, getreten oder anderweitig misshandelt werden“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Wir setzen uns dafür ein, dass die Täter überführt und zur Rechenschaft gezogen werden. PETA fordert harte Strafen für Tierquäler, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Außerdem sehen wir jeden Gartenbesitzer in der Pflicht, gefährliche und giftige Stoffe sicher auf seinem Grundstück aufzubewahren – zum Schutz von Mensch und Tier.“
 
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/tierische-Mitbewohner-Katzen
 
Pressekontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]