Heinde: Tierquäler attackiert Ponys auf Weide – PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Bad Salzdetfurth / Stuttgart, 7. November 2017 – Fahndung nach Tierquäler im Landkreis Hildesheim: Einer Polizeimeldung zufolge verklebte ein Unbekannter in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober zwei Ponys auf einer Weide im Bad Salzdetfurther Ortsteil Heinde die Vorderbeine. Die Klebewirkung war so stark, dass das Fell an den Beinen komplett entfernt werden musste. Außerdem vergiftete der Tierquäler das Trinkwasser der Ponys scheinbar mit Benzin. Die Polizei Bad Salzdetfurth ermittelt und bittet unter der Telefonnummer 05063 9010 um Zeugenhinweise. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA jetzt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die den Täter überführen. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym. Ein weiterer aktueller Fall ereignete sich am 30. Oktober zwischen 9.00 und 17.00 Uhr auf einer Weide in Goslar. Hier fügte ein Unbekannter einem Wallach Schnittwunden zu. Auch in der Vergangenheit gab es immer wieder Übergriffe auf Pferde in der Region. 2015 wurden beispielsweise in Holzminden, Oerlinghausen und Asemissen Pferde verletzt. Im Juli 2016 misshandelten Unbekannte eine Pony-Stute in Groß Rodensleben und jagten sie über eine Weide. Das Tier erlitt zahlreiche Verletzungen am ganzen Körper. Im Sommer 2017 wurden in Lage vier Pferde massiv misshandelt.
 
„Ob es Zusammenhänge zwischen den Angriffen auf Pferde in der Region oder sogar bundesweit gibt, müssen die Ermittlungen zeigen. Der Täter muss jedenfalls überführt und für sein brutales Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wir hoffen, dass unsere Belohnungsauslobung dazu beiträgt, den oder die Täter zu finden.“
 
PETA registriert seit 2013 bundesweit Taten von Pferderippern und stellt diese Informationen gerne den ermittelnden Behörden zur Verfügung. Die Tierrechtsorganisation fordert außerdem ein bundesweites, behördliches Register, in dem Anschläge auf Pferde und bereits überführte Tierquäler erfasst werden. So könnten mögliche Tatzusammenhänge aufgezeigt sowie Täterprofile erstellt werden. Behörden könnten effektiver überregional zusammenarbeiten. Pferdehalter würden über Gefahrenschwerpunkte informiert und gewarnt, um Pferde besser vor Angriffen schützen zu können.
 
Die Überführung sadistischer Täter ist umso wichtiger, da sich Tierquäler unter Umständen später auch an Menschen vergehen. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA.de/Staatsanwalt
VEGANBLOG.de/2015/01/Pferderipper-Norddeutschland-gefasst/
VEGANBLOG.de/Pferderipper-treiben-in-Deutschland-ihr-Unwesen/

Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de