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Termineinladung: „Jagd ist Mord – Hobbyjagd verbieten“ – PETA-ZWEI-Aktion bei der Messe „Pferd & Jagd“ in Hannover

Hannover / Stuttgart, 6. Dezember 2018 – Protest gegen tödliches „Hobby“: Am heutigen Donnerstag beginnt die viertägige „Pferd & Jagd“ in Hannover. Aus diesem Anlass demonstriert das freiwillige PETA-ZWEI-Streetteam am Samstag, 8. Dezember ab 10:00 Uhr vor der Messe Hannover. Unter dem Motto „Jagd ist Mord – Hobbyjagd verbieten“ wird ein Aktionsteilnehmer das Leid der Tiere mit einer Fußfalle nachstellen. Weitere Aktivisten halten Poster sowie große Fotomotive und informieren Besucher der Messe mit Flyern über das Tierleid bei der Jagd. Die Tierrechtsorganisation spricht sich grundsätzlich gegen die Jagd aus und fordert als einen ersten Schritt ein bundesweites Verbot der unnötigen Fuchsjagd.
 
„Es ist geschmacklos, das Töten von Tieren als eine Art unterhaltsamen ‚Freizeitsport‘ anzupreisen“, so Gaby Schlottig, Leiterin des PETA-ZWEI-Streetteams Hannover. „Unter dem Deckmantel der ‚Naturverbundenheit‘ verursacht das Jagen unermessliches Leid – jedes Jahr werden unzählige Tiere durch Fehlschüsse verwundet oder in Fallen regelrecht zerquetscht und sterben dabei einen langsamen und qualvollen Tod.“
 
Die rund 400.000 von Hobbyjägern jährlich getöteten Füchse stehen für die Sinnlosigkeit der Jagd. Die nützlichen Tiere dienen Jägern als lebendige Zielscheibe. Weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht besteht ein Grund für ihre massenhafte Bejagung. Das Töten von Tieren als Freizeitbeschäftigung ist nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar und muss endlich verboten werden. Die Jagd auf Füchse hat keinerlei regulierende oder reduzierende Auswirkungen auf die Population, weil Verluste rasch durch Zuwanderung und steigende Geburtenraten ausgeglichen werden. Auch das von den Jägern vorgeschobene Argument des Artenschutzes ist Augenwischerei. Füchse ernähren sich vornehmlich von Mäusen. Populationsrückgänge betroffener Arten wie beispielsweise beim Feldhasen sind überwiegend auf den Lebensraumverlust und die Jagd selbst zurückzuführen. Jäger töten jedes Jahr mehr als 200.000 Feldhasen.
 
Anerkannte Wildbiologen sind sich einig, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. So müssen dem renommierten Biologen Prof. Dr. Josef Reichholf zufolge die nahezu ausgerotteten Wölfe nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet [1]. Auch englische Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass sich beispielsweise Fuchspopulationen aufgrund von Nahrungsverfügbarkeit und sozialen Faktoren von selbst regulieren [2]. Die Jagd hingegen zerstört die Alters- und Sozialstrukturen der Tierpopulationen, was bei den Überlebenden zu erhöhter Fortpflanzung führt. Verluste in der Population werden somit rasch durch Nachkommen und Zuwanderung wieder ausgeglichen oder gar überkompensiert. Die Jagd ist unnötig, kontraproduktiv und grausam.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie in irgendeiner Form ausbeuten. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass den mehr als 380.000 Hobbyjägern in Deutschland nur etwa 1000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüberstehen.
 
Das PETA-ZWEI-Streetteam Hannover ist ein Verbund freiwilliger Aktivisten, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.
 
[1] Reichholf, J. H.: Die Wahrheit über die Jagd - Evolutionsbiologe Prof. Josef Helmut Reichholf widerlegt Jägerlügen. TV-Dokumentation SWR BW. (abgerufen am 15.05.2014).
[2] Baker, P., Harris, S. & White, P. (2006): After the hunt: The future for foxes in Britain. Report. University of Bristol/University of York. / Baker P. & Harris S. (2006): Does culling reduce fox (Vulpes vulpes) density in commercial forests in Wales, UK Springer-Verlag 2005.

 
Details zur Aktion:

Datum: Samstag, 8. Dezember 2018
Uhrzeit: 10:00–12:00 Uhr
Ort: Vor der Messe Hannover, Anschlussstelle Messe-Nord, 30539 Hannover
Kontakt vor Ort: Gaby Schlottig (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

Weitere Informationen:
PETA.de/Jagd
PETA.de/Jagd-Hintergrundwissen
Fuchsjagd-stoppen.de
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]