Hunde in Baku für Formel-1-Rennen getötet: PETA fordert aserbaidschanische Botschaft in Berlin auf, sich für heimatlose Tiere einzusetzen

Berlin / Stuttgart, 25. April 2019 – Trotz bestehender Regelungen zum Schutz der Tiere wird derzeit wegen der Formel-1-Rennen vom 26. bis 28. April im aserbaidschanischen Baku vermehrt über die Tötung heimatloser Hunde berichtet. PETA wandte sich bereits im März schriftlich an den Honorarkonsul der Republik Aserbaidschan, Otto Hauser, sowie an Ramin Hasanov, Botschafter der aserbaidschanischen Botschaft in Berlin. Bislang erhielt die Tierschutzorganisation jedoch keine aussagekräftige Rückmeldung zu konkreten Maßnahmen. Anlässlich der bevorstehenden Rennen startete PETA eine Onlinepetition und fordert die aserbaidschanische Botschaft nun gemeinsam mit mehr als 13.000 Unterstützern erneut auf, sich für das Ende der Hundetötungen einzusetzen.
 
„Es kann nicht sein, dass bestehende Regelungen zum Tierschutz mit Füßen getreten werden, um Formel-1-Fans ein ‚sauberes‘ Stadtbild zu präsentieren“, so Paula Janssen, Fachreferentin bei PETA. „Die Politik muss endlich handeln und heimatlose Tiere in Aserbaidschan durch nachhaltige Maßnahmen wie Kastrationsprogramme langfristig schützen.“

PETA wies bereits 2015 darauf hin, dass insbesondere vor Großveranstaltungen zunehmend heimatlose Hunde in Aserbaidschan getötet werden. Dabei hat die Republik Aserbaidschan bereits 2003 das Europäische Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren unterzeichnet, das seit 2008 gültig ist [1]. Dessen ungeachtet berichten Medien immer wieder von Tötungen heimatloser Hunde in der Hauptstadt Baku und in anderen Regionen. Neben dem Europäischen Übereinkommen gibt es auch eine gesetzliche Regelung zum Schutz von Tieren [2], doch bislang ist ein Einschreiten der zuständigen Behörden nicht in Sicht. Janssen übt scharfe Kritik: „Berichten zufolge lassen die lokalen Behörden die Tötungen der Hunde nicht nur zu, sondern regen diese scheinbar auch an oder führen sie selbst durch – wir hoffen, dass sich der Botschafter und der Honorarkonsul der Republik Aserbaidschan endlich dafür einsetzen, dass diese Grausamkeiten aufhören.“

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] https://www.coe.int/en/web/conventions/full-list/-/conventions/treaty/125/signatures?p_auth=MmHxXel0.
[2] http://www.e-qanun.az/code/24?fbclid=IwAR3IcpTr4cZmzipgdQHMDrN64iCJBgtIN6NfJDdDvbHZqvYhmXLaq55L2mI.
 
Weitere Informationen:
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