11 Hunde und ein Kälbchen aus Horror-Zuchtstätte gerettet!

Hunde und Kalb gerettet

Über das Whistleblower-Formular ereilte PETA ein Hilferuf für 12 Tiere, die auf einem Hof in Niedersachsen vegetierten. Die Tiere sollten sich teilweise in lebensbedrohlichen Zuständen befinden. Vor Ort wurden wir bereits von der Frau des Hofbesitzers erwartet. Es bot sich ein Bild des Grauens.

Was wir auffanden, verschlug uns den Atem

In dreckigen Stallabteilungen fanden wir elf Hunde und ein krankes Kälbchen in grauenvoller Haltung. Alle Tiere lebten in ständiger Isolation und Dunkelheit. Die Hunde waren völlig verängstigt, krank, verwurmt und voller Flöhe. Ihr Fell war verdreckt, die Zähne teilweise abgebrochen. Scheinbar wurden die Hunde über Jahre als Gebärmaschinen missbraucht und die Welpen, laut Augenzeugenberichten, an eine Welpenstube für viel Geld verkauft. Das Leid der Elterntiere schien den Züchtern völlig egal zu sein.

Die Hunde litten unter Parasiten, Krankheiten und vegetierten jahrelang isoliert in den dunklen Stallungen.

Die kleinen Mischlinge und größeren Rassehunde wurden jahrelang als Gebärmaschinen missbraucht, ihre Welpen verkauft.

Es ging um Leben und Tod

Nur aufgrund der Erkrankung des Züchters war die Familie zur Abgabe aller Tiere bereit. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Mammut Tierheims Ahlen konnten alle Tiere in Sicherheit gebracht werden. Sie benötigten dringend unsere Hilfe.

Gerettet und unterwegs in ein neues, richtiges Leben.

Einige Hunde mussten in einer Tierklinik notversorgt werden. Zwei Hündinnen hatten Tumore an der Milchleiste, andere Hündinnen waren schwanger. Eine ältere Golden-Retriever-Hündin litt zudem unter einem faustgroßen Geschwür am Bein. Ein Cocker-Spaniel-Rüde war fast erblindet und völlig geschwächt.

Ein offenes Geschwür und ein Tumor in der Milchleiste sowie die Erblindung des Cocker Spaniels waren für den Züchter keine Gründe, die Hunde tierärztlich behandeln zu lassen.

Auf dem Weg in ein neues, gutes Leben

Alle Hunde wurden mittlerweile geimpft und gegen Parasiten behandelt. Die beiden Hündinnen mit den Tumoren sind bereits operiert. Sie werden, wie die anderen neun Hunde, im Tierheim Ahlen versorgt und von dort in liebevolle Familien vermittelt. Das Kälbchen wurde von einem Lebenshof aufgenommen und darf nun mit Artgenossen ein tiergerechtes Leben führen.

Im Tierheim warten die Hunde nun auf liebevolle Familien. / © Mammut Tierheim Ahlen

Kalb im Stall
Dem einsamen Kälbchen lief dicker Schleim aus der Nase. Nun darf es ein glückliches Leben in einer Herde führen.
Wir informierten das zuständige Veterinäramt und fordern für den Vermehrer aus Niedersachsen ein lebenslanges Tierhalte- und Zuchtverbot.

Dass kranke Hunde aus tierschutzwidriger Haltung vermehrt und ihre Nachkommen als angeblich liebevolle Hausaufzucht verkauft werden, ist leider kein Einzelfall. Auch nicht beim „deutschen Züchter von nebenan“.

Was Sie tun können

Wenn Sie einem Hund oder einem anderen Tier ein Zuhause geben möchtest, wenden Sie sich bitte an ein Tierheim oder einen Tierschutzverein! Hier warten viele Vierbeiner auf eine liebevolle Familie.

Erfahren Sie, warum es besser ist, ein Tier aus dem Tierheim zu adoptieren.