Angekettet im eigenen Kot: Diese Hunde lebten in einer Plastikwanne

Hunde Plastikwanne Kot
Ende April 2019 erreichte uns die Meldung eines Whistleblowers, der von der tierquälerischen Haltung dreier Hunde berichtete. Seit Jahren lebten die kleinen Hunde unter unzumutbaren Bedingungen in einer Wohnung in Sachsen-Anhalt.

Zwei der Hunde mussten ihr Leben in einer kleinen Plastikwanne verbringen, an die sie mit einer 30 Zentimeter langen Kette angekettet waren. Zeitweise mussten sie einen Maulkorb tragen, damit sie nicht bellen konnten. Der dritte Hund wurde dauerhaft in einer Hundebox gehalten, in der er eingesperrt war.

Hunde Plastikwanne

Ohne frisches Wasser und im eigenen Kot

Besonders schockierend: Die Halterin gab den Hunden oft nichts zu trinken, da sie nicht wollte, dass die Tiere urinieren müssen. Auch die Ernährung der Hunde war nicht artgerecht, und die Tiere waren sehr abgemagert, vermutlich auch durch die mangelnde Bewegung. Die Bilder des Whistleblowers zeigten, wie die kleinen Hunde in ihrem eigenen Kot leben mussten und mit dem Kopf direkt neben den eigenen Fäkalien lagen.

Hunde Kot

So wurde den Hunden geholfen

PETA benachrichtigte das zuständige Veterinäramt über die tierschutzwidrige Haltung der Hunde. Nach § 2 des Tierschutzgesetzes muss ein Tier seinen Bedürfnissen entsprechend ernährt und verhaltensgerecht untergebracht werden. Auch darf die Möglichkeit zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt werden, dass den Tieren dadurch vermeidbare Leiden zugefügt werden.

Das Veterinäramt untersuchte die Wohnung daraufhin und befreite die drei Hunde aus ihrer traurigen Lage. Ob die Tiere nun in ein liebevolles neues Zuhause ziehen können, ist noch unklar – sie wurden nur vorübergehend beschlagnahmt, während ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Haltergemeinschaft läuft. Wir hoffen sehr, dass die Halterin die Hunde nicht zurückerhält und die Tiere in ein sauberes Zuhause ziehen können, wo sie ausreichend Bewegung und Liebe erhalten.

Was Sie tun können

Jeden Monat gehen hunderte Whistleblower-Meldungen bei uns ein, die Fälle von Tierquälerei aufdecken. Schauen auch Sie nicht weg, wenn Sie Tierquälerei beobachten – nur mit Ihrer Hilfe können wir die Tiere aus ihrer schlimmen Situation befreien und ihnen zu einem besseren Leben verhelfen.

Unsere Autoren

Friederike Huth

setzt sich als Editor und Coordinator im Online Marketing für die Rechte der Tiere ein.