Hunter Brothers – auf Jagd mit 2 empathielosen Tiermördern

Hunter Brothers auf Jagd in NamibiaFacebook / Hunter Brothers - Auf Jagd mit den Reilmanns

„2 Brüder, eine Passion – die Jagd“

So betiteln sich die beiden Brüder Paul und Gerold Reilmann (23 und 20 Jahre alt) selbst. Ihre Facebook-Seite hat über 20.000 Abonnenten, von anderen Jägern werden sie im Internet als „Hunter Brothers“ gefeiert. Wie armselig muss man sein, um Freude am Töten von Tieren zu empfinden und das Ganze in den sozialen Medien als Lifestyle zu publizieren?!

Ständig neue Nervenkitzel der Jäger

Im August 2018 posierte Gerold, der jüngere der beiden Brüder, stolz mit einer toten Oryx-Antilope in Namibia. Dies war ihre erste Großwildjagd in Afrika.


Mit Aussagen wie „das Stück war extrem abgekommen“ (Jägersprache für „in schlechter körperlicher Verfassung“) und „das Stück war gänzlich überaltert“ versuchen die beiden Brüder, ihre Lust am Töten und am Trophäenkult zu rechtfertigen. Ohne Mitgefühl und Einfühlungsvermögen löschen die beiden Brüder Tierleben aus. Die empathielose Jägersprache macht es leicht, aus einem fühlenden Tier mit eigener Geschichte und Persönlichkeit ein „Stück“ Fleisch zu machen.

Die Großwildjagd – ein lohnendes Geschäft für viele Reiseunternehmen

In ihrem Blog berichten die Reilmann-Brüder über „Das erste Mal Afrika“ (1). Die Trophäenjagd ist in Deutschland verboten, dennoch kann jeder für ein paar tausend Euro im Internet oder auf einer der vielen Jagdmessen in Deutschland problemlos eine Jagdreise buchen. Noch am Ankunftstag begaben sich die Brüder auf die erste Jagd und töteten zwei einjährige Springböcke.

In ihrem Blog kommentierten sie: „… unsere Freude über den ersten Jagderfolg war enorm.“

Jagdmesse Dortmund Jagd und Hund
© by Christian Adam

Die Jagd auf exotische Tiere

Schätzungseise 50.000 Deutsche reisen jährlich ins Ausland, um auf Großwildjagd zu gehen. Angebote für Jagdreisen nehmen konstant zu, um gelangweilten Jägern einen neuen Nervenkitzel zu bieten.

Die Jagd ist grausam, kontraproduktiv und unnötig

Egal, ob in Afrika oder Deutschland: Jagd bedeutet immer Tierleid. Während sich Jäger gerne als Naturschützer ausgeben, sorgen sie bei den Wildtieren für unendliches Leid. Alleine in Deutschland werden jährlich vier bis fünf Millionen Wildtiere getötet – überwiegend von Hobbyjägern. Dabei braucht die Natur den menschlichen Eingriff nicht, wie renommierte Wildbiologen belegen. Wildtierbestände regulieren sich von alleine

Was Sie tun können

  • Bitte unterschreiben Sie unsere Petition für ein Importverbot von Jagdtrophäen nach Deutschland.
  • Bitte unterstützen Sie keine Reiseveranstalter, die Jagdreisen und Trophäenjagden anbieten.
  • Reagieren Sie mit Leserbriefen auf Artikel, welche die Jagd beschönigen.
  • Schreiben Sie an Ihre Bundestagsabgeordneten und bitten Sie um ein Verbot von Gesellschaftsjagden.



Quellen:
https://hunter-brothers.com/das-erste-mal-afrika/

Unsere Autoren

PETA Team

Die Blogartikel zu den Themen Tierrechte und veganem Lifestyle sind von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Co-Autoren.