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Im Kasten: PETA beendet Kampagne „Lieber nackt als im Pelz“ nach 30 Jahren – PETA Deutschland präsentiert Abschlussmotiv Mitte Februar

Fortschrittliche Designer, Pelzverbote und Ladenschließungen – Organisation konzentriert sich künftig stärker auf Leder und Wolle
 

New York / Stuttgart, 5. Februar 2020 Drei Jahrzehnte lang hat PETA USAs starbesetzte Nacktkampagne „Lieber nackt als im Pelz“ für Aufsehen gesorgt – auch PETA Deutschland machte in den vergangenen 25 Jahren mit freizügigen Anti-Pelz-Motiven und dem bekannten Slogan auf die Problematik aufmerksam. Beteiligt hatten sich seit Beginn unter anderem Nadja Auermann, Dirk Bach, die Toten Hosen, Olivia Jones, Nova Meierhenrich, Heike Drechsler sowie zahlreiche weitere prominente Unterstützer. Da die Pelzindustrie mittlerweile nahezu am Ende ist, wird die Tierrechtsorganisation in Deutschland ihre erfolgreiche Kampagne Mitte Februar mit einem letzten großen Motiv einstellen – die Bekanntgabe der prominenten Protagonisten erfolgt in Kürze.
 
PETA USA verkündet das Kampagnenende direkt vor der New York Fashion Week. Dort hatten Prominente seit den 90er-Jahren traditionell ihre Nacktmotive gegen Pelz enthüllt. Dan Mathews, Senior Vice President bei PETA USA und Initiator der Kampagne, erklärt die Entscheidung wie folgt:
 
„Fast alle führenden Designer haben Pelz verbannt, Kalifornien hat ein Pelzverbot, Queen Elizabeth II lehnt Pelz ab und Macy’s schließt seine Pelzsalons. Und nun hat das größte Pelzauktionshaus in Nordamerika Konkurs angemeldet. Pelz ist auf dem absteigenden Ast. Wir werden unser Engagement deshalb in den Bereichen der gewaltsamen Leder- und Wollindustrie verstärken und bedanken uns bei allen Prominenten, die uns unterstützt haben und weiterhin unterstützen.“
 
Die Kampagne startete 1990. Die Rockikonen The Go-Go's posierten damals hüllenlos für ein „Lieber nackt als im Pelz“-Poster, das bei den Konzerten der Band zu PETAs Gunsten verkauft wurde. Schon kurze Zeit später unterstützten Christy Turlington und Marcus Schenkenberg als erste Supermodels die Serie. Während der Fashion Week enthüllten unter anderem Pamela Anderson, Taraji P. Henson und Wendy Williams ihre Werbetafeln. Zu den ersten Teilnehmerinnen der Kampagne in den USA gehörte auch Kim Basinger. Und nun, in der Schlussphase der Kampagne, kam ihre Tochter – Model Ireland Basinger-Baldwin – hinzu. Eine vollständige Galerie finden Sie hier.
 
In Deutschland engagierten sich darüber hinaus Prominente wie Dana Schweiger, Alexandra Kamp, Harald Glööckler, Alena Gerber, Eva Habermann, Jorge González oder Brigitte Nielsen und zahlreiche weitere Personen des öffentlichen Lebens gegen die Tierquälerei in der Pelzindustrie.
 
Auch viele Feministinnen haben die Kampagne unterstützt, so beispielsweise Melissa Etheridge, Kathy Najimy und Gillian Anderson. Letztere veröffentlichte ihr Motiv am Internationalen Frauentag mit den Worten: „Das ist mein Körper. Ich kann damit machen, was ich möchte. Und heute nutze ich ihn, um mich für die Tiere einzusetzen und für ihr Recht, so zu leben, wie sie es möchten – und das bedeutet auch, dass sie in ihrer eigenen Haut leben dürfen. Ich setze mit meiner Nacktheit ein Statement. Denn als Schauspielerin, die meist eher zurückhaltend auftritt – was ungewöhnlich ist –, macht es mir Sorgen, dass im modernen Feminismus viele sexy mit sexistisch zu verwechseln scheinen.“
    
PETA wird sich auch weiterhin für Tiere, die in der Pelzindustrie leiden, starkmachen, etwa im Rahmen der anhaltenden Proteste gegen Canada Goose. Die Marke verkauft Parkas mit dem Fell von Kojoten, die in freier Natur in Fallen gefangen werden. Auch wird Nacktheit voraussichtlich in anderen Kampagnen weiterhin eine Rolle spielen, zum Beispiel bei Aktionen gegen die Lederindustrie.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Lieber-nackt-als-Pelz-Kampagne-endet
 
Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]