In-vitro-Fleisch: So sieht das erste Steak aus dem Labor aus

Youtube / Aleph Farms

Ein israelisches Start-up ist dem sogenannten In-vitro-Fleisch einen großen Schritt nähergekommen. Die Herstellungskosten des Fleisches „aus dem Reagenzglas“ sind deutlich gesunken. Aber was bedeutet das für den Konsumenten?

Was ist eigentlich „In-vitro-Fleisch“?

Es gibt viele Namen für „In-vitro-Fleisch“: Laborfleisch, Clean-Meat, sauberes Fleisch. Jeder Begriff löst eine andere Reaktion aus, doch alle bedeuten dasselbe: Aus Stammzellen von Tieren wird auf einer Nährlösung Fleisch für den menschlichen Konsum gezüchtet. Anfangs war es nur möglich, Zellen zu vermehren und einen unstrukturierten Fleischklops daraus zu formen. Vorgestellt wurde dieser „Beefburger“ 2013 in London, er kostete rund 250.000 Euro. Das Steak des israelischen Start-ups Aleph Farms weist nun erstmals die Struktur von Fleisch auf, inklusive Gewebe und verschiedener Fasern, und ist damit sehr nah am Original.

Das Steak aus dem Reagenzglas

Zwar kostet das Steak noch rund 50 Euro und die Dicke des Fleisches beschränkt sich auf maximal fünf Millimeter. Dennoch geht der Gründer von Aleph Farms davon aus, dass es in einigen Jahren marktfähig sein wird. Auch andere Unternehmen forschen an Fleisch „aus dem Reagenzglas“. Der Unterschied ist der Fokus von Aleph Farms auf Rindfleisch, während andere sich auf Hühnchen spezialisieren.

Würden Veganer das essen?

Noch wird teilweise fetales Kälberserum als Nährlösung genutzt. Da hierfür auch Tiere sterben müssen, kommt dieser Weg für Veganer nicht in Frage. Neuere Methoden beruhen aber auf rein pflanzlichen Nährlösungen. Was bleibt, ist die Entnahme der Stammzellen von lebendigen Tieren – und somit ein Eingriff. Ob man „sauberes Fleisch“ essen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Die Zielgruppe umfasst vor allem Menschen, die trotz ethischer Bedenken, Umweltschäden und gesundheitlicher Nachteile weiterhin Fleisch konsumieren möchten. In-vitro-Fleisch wird wahrscheinlich umweltfreundlicher, tierfreundlicher und besser für die Gesundheit sein, da es in einem sterilen Raum erzeugt wird. Für vegan lebende Menschen hingegen gibt es schon heute zahlreiche pflanzliche Alternativen.

Was Sie tun können

Angesichts der Fülle an pflanzlichen Alternativen zu Tierprodukten müssen für unseren Konsum keine Tiere leiden und sterben. Testen Sie unverbindlich das 30-tägige Veganstart-Programm und entdecken Sie, wie leicht sich leckere und gesunde vegane Gerichte zubereiten lassen.


Auf unserer Website finden Sie umfassende Informationen über die Hersteller von Laborfleisch und die zahlreichen Möglichkeiten, die das Fleisch aus dem Reagenzglas bietet.