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Ingersheim: Tierquäler will Katze mit Draht füttern – PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

 
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Stand Januar 2018
Ingersheim / Stuttgart, 9. Januar 2018 – Suche nach Tierquäler: Einer Polizeimeldung zufolge beobachtete eine Zeugin am Sonntag gegen 14:45 Uhr in der Goethestraße in Großingersheim wie ein bislang Unbekannter eine junge Katze am Genick hochhielt und ihr etwas in den Mund stopfte. Wahrscheinlich weil der Mann die Frau bemerkte, ließ er das Tier fallen und lief in Richtung Tiefengasse davon. Die Zeugin zog dem acht Monate alten Kater die Überreste aus dem Mund und fand auf dem Parkplatz eine mutmaßlich präparierte Kaustange, in der sich Alufolie und Draht befanden. Die Kaustange wurde von der hinzugerufenen Polizei sichergestellt und wird in einem Labor untersucht. Eine sofortige Fahndung nach dem Tierquäler blieb erfolglos. Der Arbeitsbereich Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ermittelt und sucht anhand folgender Täterbeschreibung nach dem Mann: Er soll im Alter von Mitte bis Ende 60 Jahre, etwas mollig und circa 170 cm groß sein. Er hat graue, kurze, eventuell leicht gelockte Haare und war mit einem roten Holzfällerhemd sowie einer hellgrauen lockeren Hose bekleidet. Außerdem hatte er eine leicht gebückte Haltung und trug eine schwarze Mütze. Die Polizei nimmt unter der Telefonnummer 07142 40 50 sachdienliche Hinweise auf den Täter entgegen. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA jetzt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die zu seiner Ergreifung und Verurteilung führen, aus. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym. 
 
„Bitte helfen Sie mit, diese brutale Tat aufzuklären“, appelliert Judith Pein im Namen von PETA. „Der Täter muss für sein gewalttätiges Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wir hoffen, dass unsere Belohnungsauslobung dazu beiträgt, den unbekannten Mann zu überführen.“
 
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Heimtierschutzgesetz
PETA.de/Katzenjammer

Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de