INSA-Umfrage: Mehrheit der Deutschen ist unzufrieden mit Tierschutz der Bundesregierung

Hühner Massentierhaltung
Dass die meisten Deutschen mit den aktuellen Zuständen des Tierschutzes unzufrieden sind, zeigt deutlich eine aktuelle von PETA beauftragte INSA-Meinungsumfrage. So sind mit 49 Prozent die klare Mehrheit der Befragten der Meinung, dass die Bundesregierung Deutschlands noch nicht genug für die Tiere tut. Lediglich 23 Prozent gaben an, mit den bisherigen Bemühungen zufrieden zu sein.

Wähler aller Parteien unzufrieden

Das Umfrageergebnis spricht zudem dafür, dass der Tierschutz nicht nur für Menschen mit einer bestimmten politischen Einstellung wichtig ist. So stimmte stets die Mehrheit für mehr Tierschutz, ganz egal, welche Partei bevorzugt wird. 62 Prozent der Grünen-Wähler, 46 Prozent der Union-Wähler und 51 Prozent der SPD-Wähler wünschen sich mehr Tierschutz durch die Regierung.

Lobbyisten fördern deutschlandweit Tierleid

Lobbyisten und Verbände der Tierhaltungsindustrie haben einen großen Einfluss auf den Deutschen Bundestag. Sogar Bundestagsabgeordnete wie Johannes Röring und Josef Riefs halten selbst Schweine unter schlimmen Bedingungen. So werden drücken Behörden beim Tierschutz in der Industrie nicht selten beide Augen zu. Mit lebenslanger Anbindehaltung von Kühen, der Amputation von Körperteilen bei Schweinen und Kälbern ohne jegliche Betäubung und dem Schreddern und Vergasen von „Eintagsküken“ wird nicht nur millionenfach Tierleid verursacht, sondern auch gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Dass die Regierung hier nicht genug unternimmt, merken immer mehr Bundesbürger.


Wir rufen nun anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober die Spitzenpolitiker der CDU/CSU und SPD dazu auf, die legalisierte Tierquälerei zu beenden. Eine grundlegende Neufassung des Tierschutzgesetzes muss her, um das Tierleid in der Agrarindustrie zu beenden.
 
Schweine Massentierhaltung Mast

Was Sie tun können

  • Schreiben Sie an den Bundestagsabgeordneten in Ihrem Wahlkreis und fordern Sie eine Neufassung des Tierschutzgesetzes.
  • Klären Sie die Menschen in Ihrer Umgebung über das Tierschutzgesetz und die Realität in der Agrarindustrie auf.
  • Konsumieren Sie keine tierischen Produkte wie Fleisch, Eier oder Milch, um kein Tierleid zu fördern.

Unsere Autoren

Friederike Huth

setzt sich als Editor und Coordinator im Online Marketing für die Rechte der Tiere ein.