Julia Klöckner erhält „Orden wider den tierischen Ernst“ – Statement von PETA: Auszeichnung für tierfeindliche Politik hat zynischen Beigeschmack

Stuttgart, 18. Februar 2019 – Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) bekommt den „Orden wider den tierischen Ernst" verliehen. Die Auszeichnung vergibt der Aachener Karnevalsverein (AKV) jährlich an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, „die Individualität, Beliebtheit und Mutterwitz in sich vereinen, vor allem aber Humor und Menschlichkeit im Amt bewiesen haben“. Die Entscheidung der Jury kommentiert Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA.
 
„Den Orden an Klöckner zu verleihen, hat einen zynischen Beigeschmack. Klöckner handelt in ihrem Amt tatsächlich wider den tierischen Ernst der Lage. Sie nimmt sich nämlich in keiner Weise den ernsthaft erschreckenden Lebensumständen der Tiere an, die täglich ein tristes Leben im Stall fristen. Ihr Amtsverständnis ist für rational denkende Menschen unbestreitbar ein Witz, ein schlechter: Obwohl das Ende der betäubungslosen Ferkelkastration unvermeidbar bevorsteht und nur noch eine Frage kurzer Zeit ist, hat sie die tierschutzwidrige Praxis für weitere zwei Jahre erlaubt. Somit kastrieren Bauern weiterhin jährlich circa 20 Millionen männliche Ferkel unter Qualen ohne Betäubung. Auch das von ihr auf den Weg gebrachte, auf Freiwilligkeit beruhende staatliche Tierwohllabel ist eine Farce für alle Lebewesen und täuscht Verbrauchern lediglich vor, dass es den Tieren in der Landwirtschaft besser ginge. Diese Auszeichnung zeigt in zynischer Art und Weise, dass Probleme in der Agrarindustrie einfach weggelächelt werden und sich nicht um die Belange der Tiere gekümmert wird. Wider den tierischen Ernst? Solange Menschen wie Julia Klöckner die Rechte der Tiere missachten und dafür noch mit Orden bestückt werden, brauchen Tiere die Unterstützung jedes Einzelnen, um den Kreislauf der Ausbeutung endlich zu unterbrechen.“
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.
 
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden darf.
 

Lisa Kainz / © PETA Deutschland e.V.
 
Das Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.
 
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