Affen sind keine Astronauten

Tiere sind keine Astronauten. Trotzdem macht die Russische Akademie der Wissenschaften (RAW) in Sachen Wissenschaft und Ethik nun einen riesigen Schritt rückwärts, denn sie setzt Primaten zur Weltraumforschung ein. Im Zuge einer geplanten Marsmission werden diese Tiere missbraucht, um so die Auswirkungen der Raumfahrt zu ermitteln.
 
So wurde Able 1959 ins All geschossen. Able war der erste Affe, der lebend zur Erde zurückkehrte, überlebte jedoch eine anschließende Operation nicht. Bild: NASA

Hintergrundinformationen:

Es gibt absolut keinen Grund, die dunklen Stunden der frühen Weltraumforschung zu wiederholen. Damals starben Hunde und Primaten auf grausame Art und Weise – alleine in einem winzigen Raumschiff, das durch das Weltall raste. Ein tragisches Beispiel war Laika: Die Husky-Mix-Hündin wurde mit der Sputnik 2 im Jahr 1957 ins All geschickt und starb nur Stunden nach dem Start an Überhitzung und Panik. Andere Tiere sind auf derartigen Missionen erfroren, erstickt oder beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verbrannt.
 
Primaten sind sensible und intelligente Tiere. Jahrelange Tests und Trainings zur Vorbereitung einer Mission lösen bei den Tieren mit hoher Wahrscheinlichkeit extremen Stress aus. Wenn sie schließlich in einer Art Selbstmordkommando ungewollt ins Weltall geschossen werden, stehen sie panische Ängste aus, denn sie verstehen nicht, was mit ihnen geschieht.  
 
Andere führende Weltraumbehörden haben die Ausbeutung von Primaten schon vor langer Zeit eingestellt. Die NASA, die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und die Nationale Weltraumbehörde China (CNSA) setzen bei ihren Weltraumerkundungen mittlerweile auf hochtechnisierte, tierfreie Technologien. So konnte PETA US die NASA im Jahr 2011 beispielsweise dazu bewegen, ihre grausamen Affenversuche einzustellen. Die Europäische Weltraumorganisation hat öffentlich bekanntgegeben, jedes Interesse an der Affenforschung abzulehnen und „keinerlei Notwendigkeit oder Nutzen für derartige Ergebnisse“ zu sehen.

Was Sie tun können

Wenn Sie noch mehr tun möchten, damit grausame Tierversuche abgeschafft werden können, kaufen Sie keine Produkte, für die Tiere gequält und getötet werden. Eine Zusammenstellung tierfreundlicher Kosmetik finden Sie hier.

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