Kempten: Tierquäler verbrennt lebendigen Hund – PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Kempten / Stuttgart, 27. Dezember 2017 – Suche nach Tierquäler: Medienberichten zufolge beobachtete ein Passant am 24. Dezember gegen 21.00 Uhr einen unbekannten Mann dabei, wie er in der Duracher Straße in Kempten ein Feuer entzündete. Als er angesprochen wurde, flüchtete der Täter auf einem dunklen Herrenrad in Richtung Innenstadt. Es stellte sich heraus, dass der Unbekannte einen Hund mit hellem Fell in Brand gesteckt hatte. Das Tier lebte wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt noch und starb durch das Feuer. Die Polizei Kempten ermittelt und sucht anhand folgender Täterbeschreibung nach dem Tierquäler: Der etwa 1,70 Meter große und circa 25 Jahre alte Mann soll dunkelhäutig mit auffälligen Rastalocken, die nach oben gebunden waren, sein. Er trug eine Jeans, weiße Schuhe, eine blaue Softshelljacke mit einer weißen Linie von Schulter zu Schulter und ein schwarzes Stirnband. Die Polizei nimmt Hinweise auf den Täter und den Hundehalter unter der Telefonnummer 0831 99092141 entgegen. Um den Tierquäler zu überführen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA jetzt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die zu seiner Ergreifung und Verurteilung führen, aus. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym. 
 
„Bitte helfen Sie mit, diese brutale Tat aufzuklären“, appelliert Judith Pein im Namen von PETA. „Der Täter muss für sein gewalttätiges Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wir hoffen, dass unsere Belohnungsauslobung dazu beiträgt, den unbekannten Mann zu überführen.“

 

Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

 

Im April 2016 gab es in Sachsen ein ähnliches Vergehen. Ein Unbekannter zündete einen lebenden Welpen auf einem Parkplatz zwischen Weinböhla und Steinbach an. Der Täter wurde gefasst und Medienberichten zufolge zu einer Geldstrafe von 2.400 Euro verurteilt. Außerdem erhielt er ein zweijähriges Hundehalteverbot.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt

PETA.de/Whistleblower

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de