UNFASSBAR! Kevin Costner lässt Kühe für Yellowstone verstümmeln

Screenshot peta.org

Bär und Pferd in The Revenant – Der Rückkehrer. Der Tiger in The Walking Dead. Alle Tiere in Jumanji: Willkommen im Dschungel und im neuen Dschungelbuch. Was haben sie gemeinsam? Es handelt sich nicht um echte Tiere, sondern entweder um realistische Nachbildungen oder Computeranimation – eigentlich mittlerweile Standard in Hollywood. Doch scheinbar haben das Kevin Costner und Taylor Sheridan nicht mitbekommen. Denn sie sollen für die Serie Yellowstone die Leichen echter Kühe verwendet haben. PETA USA erhielt von einem Informanten dieses Foto. Er berichtete, die Crew sei von den verstümmelten Leichen schockiert gewesen und der schreckliche Verwesungsgeruch hätte sich kaum abwaschen lassen.

Gegenwehr einfach ignoriert

Scheinbar wurden einige tote Kühe an Hals und Hinterteil einfach in Stücke gehackt. Andere ließ man in der Sonne verwesen und sorgte dafür, dass sie aufgeschwemmt aussahen. Zwar äußerten einige Crew-Mitglieder Bedenken und fragten, warum man nicht einfach unechte Kühe verwende. Doch ihre Anliegen wurden nicht ernstgenommen. Dabei kann so etwas auch negative Folgen für die Menschen am Set haben: Die Tierleichen können Krankheiten übertragen und die Umwelt verschmutzen.

Kevin Costner schweigt

PETA USA wollte von den Verantwortlichen wissen, warum sie echte Kühe verwendeten und woher die Kühe stammten. Doch alle Anfragen blieben unbeantwortet. Außerdem wurden mittlerweile angeblich Handys am Set verboten, damit nicht noch weitere Bilder nach außen dringen können. Das Verbot wurde wohl vor einer Rodeo-Szene ausgesprochen – kein Wunder, denn auch hier war sicher Tierquälerei im Spiel. Unsere Kolleginnen und Kollegen forderten das Team zwar auf, stattdessen auf bestehende Rodeo-Filmszenen zurückzugreifen, doch die Szenen wurden trotz allem neu gedreht.

Was nun?

Diese Tiere haben sich ihren Tod nicht ausgesucht – schon gar nicht für etwas wie eine Filmszene. Wer heute in der Filmbranche noch echte Tiere ausbeutet, der handelt bewusst respektlos. Denn hervorragende Alternativen sind zweifellos vorhanden. PETA USA fordert Kevin Costner und das Produktionsteam deshalb auf, offenzulegen, woher die Tiere stammen, die grausamen Szenen herauszuschneiden und in Zukunft keine echten Tiere mehr zu nutzen.

Leider war dies nicht der erste Tierquälerei-Fall an einem Filmset, der PETA USA gemeldet wurde. Erst Anfang des Jahres kamen unglaubliche Aufnahmen vom Dreh des Films Crazy Alien ans Licht. Darauf ist scheinbar zu sehen, wie ein junger Schäferhund in einen Käfig gesperrt, darin an einem Kran hochgezogen, herumgewirbelt und in einen eiskalten Fluss geworfen wird.

Was Sie tun können

Wenn Sie erfahren, dass ein Film, Werbespot oder eine Serie mit echten Tieren gedreht wurde, wenden Sie sich an die Verantwortlichen und teilen Sie ihnen mit, dass Tierquälerei am Filmset keinen Platz hat – und absolut unnötig ist.

Wurden auch Sie Zeuge von Tierquälerei? Dann informieren Sie uns! Sammeln Sie so viele Informationen, Bilder und andere Aufnahmen wie möglich, um den Missbrauch beweisen zu können.


 

Unsere Autoren

Nadja Winter

ist Politikwissenschaftlerin, Brotliebhaberin und Hundehaareinsammlerin.