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Kiel, Ratzeburg und Kölln-Reisiek: Tierquäler legen präparierte Köder aus – PETA bietet jeweils 500 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Tierrechtsorganisation gibt Tipps für Hundehalter bei Vergiftungs-Gefahr

Stand Oktober 2017
Kiel / Ratzeburg / Kölln-Reisiek / Stuttgart, 20. Oktober 2017 – Suche nach Tierquälern in Schleswig-Holstein: Medienberichten zufolge aß ein Hund am Mittwochabend im Kieler Schrevenpark mit Nägeln präparierte Wurst- und Käsestückchen. Er musste notoperiert werden. In Ratzeburg fand eine Hundehalterin am Dienstagmorgen mehrere mit Rasierklingen gespickte Bockwürstchen. Auch diese Köder lagen auf einer bei Hundehaltern beliebten Wiese. In Kölln-Reisiek im Kreis Pinneberg aßen zwei Hunde bereits am 19. September Giftköder. Die Tiere überlebten. Die Polizei ermittelt und bittet um Zeugenhinweise. Um die Suche nach den Tierquälern zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von jeweils 500 Euro für Hinweise, die die Täter überführen, aus. Zeugen wenden sich an die Polizei und können sich telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym.
 
„Die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Vierbeiner in den betroffenen Gebieten wieder sorglos spazieren geführt werden können“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Die Täter müssen sich außerdem darüber im Klaren sein, dass mit Gift oder gefährlichen Gegenständen präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch besonders für Kinder lebensbedrohlich sein können.“
 
PETA hat gemeinsam mit Josera einen umfangreichen Giftköder-Ratgeber erstellt, der hier kostenlos als E-Book heruntergeladen werden kann.
 
Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.
 
Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Giftkoeder
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
Veganblog.de/2016/08/Melderegister-Giftkoeder-Berlin/

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 711 860591-529, JanaF@peta.de