Kirchhain: Mit Druckluftwaffe auf Katze geschossen – PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise

Kirchhain / Stuttgart, 24. Juni 2020 – Tierquäler gesucht: Einer Polizeimeldung zufolge schoss ein Unbekannter zwischen Montagabend und Dienstagmorgen vergangener Woche mit einem Luftgewehr auf eine schwarz-weiße Katze aus der Obergasse in Kirchhain. Das verletzte Tier wurde am Dienstag um 10 Uhr vor einem Haus in der Beethovenstraße gefunden. Ein Tierarzt entfernte in einer Operation ein Diabolo aus der linken, durch das Projektil gebrochenen Schulter des Vierbeiners. Eine Nachbarin hatte am Montagabend, 15. Juni, gegen 23 Uhr womöglich einen Schuss gehört. Die Polizei ermittelt wegen der Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und gegen das Waffengesetz. Hinweise nimmt die Polizei Stadtallendorf unter der Telefonnummer 06428-93050 entgegen.
 
PETA setzt Belohnung aus
Um die Tat aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den Tierquäler überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.
 
„Es ist erschreckend, wie häufig brutale Übergriffe auf Katzen verübt werden“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Wir verzeichnen fast täglich Fälle, bei denen die Vierbeiner mit Druckluftwaffen, Schrot oder Armbrustpfeilen beschossen, mit ätzenden Flüssigkeiten übergossen, getreten oder anderweitig misshandelt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Täter überführt und zur Rechenschaft gezogen werden. PETA fordert außerdem harte Strafen für Tierquäler, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“
 
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/tierische-Mitbewohner-Katzen
 
Pressekontakt:
Valeria Goller, +49 711 860591-521, [email protected]