Schweine- und Rindfleisch auf der Klimakonferenz in Kattowitz

Die Klimakonferenz 2018 im polnischen Kattowitz hat begonnen. Schwerpunkt der Tagung ist der Kohleausstieg – in Polen werden noch immer rund 80 Prozent der Energie aus fossilen Trägern erzeugt. Kattowitz selbst ist ein Kohleabbaugebiet – ein Mahnmal für den Klimawandel? Auch das Thema Ernährung spielt langsam eine größere Rolle in der Klimapolitik. Doch ist es bereits zu spät?

Kohleförderturm in Kattowitz

Rolle der Ernährung im Klimawandel

Die Ernährung trägt rund 30 Prozent zum anthropogenen Klimawandel bei – die Hälfte davon allein durch tierische Produkte. Diese Tendenz ist steigend, denn der Konsum der klimaschädlichsten Produkte – Fleisch und Milch – nimmt weltweit zu.
 
Bei der Eröffnung der Klimakonferenz (siehe Video ab Minute 24:26) wurde Arnold Schwarzenegger nach der Relevanz der Ernährung für den Klimawandel gefragt:

„Die Produktion von Rindern und anderen Nutztieren verursacht mehr Umweltverschmutzung als das gesamte Transportwesen. […] Wir können diesen Kampf nur gemeinsam gewinnen.“ 


Schwarzenegger spricht sich also für einen geringeren Konsum von tierischen Produkten aus. Weiterhin spricht er davon, dass Menschen aus seinem Umfeld aufgrund des Klimawandels vegan geworden sind.
 
Es ist also klar: Um das Klima zu retten, brauchen wir einen Wandel hin zu einer rein pflanzlichen Ernährung.

Und auf der Klimakonferenz in Kattowitz?

Eine Analyse von Centre for Biological Diversity, Brighter Green und Farm Forward zeigt, dass auf der Klimakonferenz ein fleischlastiges Catering angeboten wird – mit einem hohen CO2-Ausstoß.

Klimarelevanz der Speisenangebote auf der Klimakonferenz
Die angebotenen Teigtaschen mit Schweine- und Rindfleisch haben einen 24-mal höheren CO2-Fußabdruck als vegane Teigtaschen. Alleine der Ersatz von Rindfleisch-Pattys mit Pflanzen-Pattys würde den CO2-Fußabdruck der angebotenen Burger um 82 Prozent senken.

Dies zeigt: Die Verantwortlichen der Konferenz missachten die Relevanz der Ernährung als Weg aus der Klimakrise sogar beim eigenen Catering.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Die „Food and Climate Alliance“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Umstieg von Ernährungsgewohnheiten, die auf tierischen Lebensmitteln beruhen, auf eine stärker pflanzlich ausgerichtete Ernährung als entscheidende Lösung für den Klimawandel aufzuzeigen – und genau das tut sie mit Vorträgen und Workshops auch auf der Klimakonferenz.

Was Sie tun können

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Unsere Autoren

René Schärling

René hat Geographie in Bremen und Hamburg studiert. Er mag Hummus und Humus, aber nur eins davon essen.