Köln: Unbekannte töten Tiere in Grengeler Grundschule – PETA erhöht ausgesetzte Belohnung um 1000 Euro auf nun 1300 Euro

Köln / Stuttgart, 12. Juni 2020 – Erneute Tierquälerei in Köln: Unbekannte töteten am Wochenende mindestens vierzehn Hühner, zwei Kaninchen und Enten, die in einem Stall der Peter-Petersen-Grundschule in Porz-Grengel untergebracht waren. Am Montagmorgen wurden die Tiere tot auf dem Schulgelände gefunden. Sie waren von den Tätern erschlagen, herumgeschleudert und getreten worden. Ein Tierarzt schloss aus, dass sie durch einen Marder oder Fuchs umgekommen sind. Die Schule erstattete Strafanzeige gegen Unbekannt. Bereits vor drei Wochen drangen Unbekannte in das Gehege ein, töteten zwei Hühner und warfen fast ausgebrütete Eier gegen Wände.
 
PETA setzt Belohnung aus
Die Grengeler Ortsgemeinschaft setzte bereits eine Belohnung in Höhe von 300 Euro für Hinweise, die die Täter überführen aus. PETA erhöht diese um 1000 Euro auf nun 1300 Euro, um die Tierquäler zu finden. Zeugen können sich an die Grengeler Ortsgemeinschaft oder die betroffene Schule wenden sowie sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.
 
„Die brutalen Täter müssen gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer Tiere zum Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück.“
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen. So auch im Fall der getöteten Schwänin Helena. Ein Unbekannter hatte auf den Vogel geschossen und die Eier der Schwanen-Mutter zerstört.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierquaelereichronik
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Heimtierschutzgesetz
 
Pressekontakt:
Jana Fuhrmann, +49 711 860591-529, [email protected]